01 - Provence, Trüffel und Lebenslust – im Gespräch mit Andreas Heineke

Shownotes

À table! – Der Frankreich-Podcast von Tour Exquisit
Folge 01: Im Gespräch mit Andreas Heineke

Ein Auftaktgespräch über den Luberon, Lavendel, Märkte, Trüffel – und die Kunst, aufmerksam zu reisen. „Das Leben kann sehr schön sein, wenn man die Zeit dafür hat.“ (A. Heineke)

Erwähnte Orte & Themen

  • Luberon: Lourmarin (Lieblingsort), Gordes, L’Isle-sur-la-Sorgue (Antiquitätenmarkt)
  • Peter Mayle: Mein Jahr in der Provence
  • Albert Camus: Grab in Lourmarin
  • Café „Café Kaby“ – Ankunftsritual Rosé
  • Trüffelsuche (Sommer- vs. Wintertrüffel), Märkte & Kochen

Rubriken aus der Folge

  • Frankreich zum Mitnehmen: Peter Mayle – Mein Jahr in der Provence
  • Reisetipp à la carte: Märkte – Fr: Lourmarin · Di: Gordes · So: L’Isle-sur-la-Sorgue
  • Das kleine Genusslexikon: Trüffel (Anbau/Plantagen, Qualität von Trüffelöl)

Mein Gast: https://www.andreas-heineke.de/

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Transkript anzeigen

00:00:04: Bienvenue bei Atable, dem Frankreich-Podcast von Tour Exquisit mit Antje Seele.

00:00:10: Hier hören, schmecken und erleben sie Frankreich auf vielfältige Weise mit Menschen, die dem Land verbunden sind.

00:00:17: Heute reisen wir in die Provence gemeinsam mit Filmemacher und Drehbuchautor Andreas Heinecke.

00:00:28: Das Leben kann sehr schön sein, wenn man die Zeit dafür hat.

00:00:32: Das ist ein Zitat meines heutigen Gastes.

00:00:35: Zeit für Freunde, Kochen, Genießen, einfach das Leben feiern.

00:00:40: Er mache außerdem, sagt er, ausschließlich Dinge, die ihn reizen und auf die er Lust hat.

00:00:45: Das scheinen viele Reize gewesen zu sein, denn er war Radiomoderator, Musikmanager, arbeitet als Filmemacher und Riemuchautor und er schreibt Provenzkrimis.

00:00:56: Was verbindet ihn mit dieser Region und wie tickt der Mensch Andreas Heinecke?

00:01:00: Das erfahren sie in diesem Gespräch.

00:01:03: Hallo Andreas!

00:01:04: Hallo, Anche.

00:01:05: Das ist ja ein nettes Intro.

00:01:08: Vielen Dank.

00:01:09: Ich freue mich, dass du mich eingeladen hast.

00:01:12: Sehr, sehr gerne.

00:01:13: Wenn ich dich so sehe, leicht verschmützt, freundlich, gut gelaut, könntest du fast ein Franzose sein.

00:01:19: Welcher Eigenschaft spricht dagegen?

00:01:22: Heute auch noch im Streifenshirt.

00:01:24: Das stimmt.

00:01:24: Ich sehe ein bisschen britannisch eigentlich aus heute.

00:01:28: Welcher Eigenschaft der Gegend spricht?

00:01:30: tatsächlich relativ wenig.

00:01:32: Vielleicht ist es eine gewisse dass ich durch meinen Job bedingt eine gewisse Genauigkeit habe.

00:01:38: Künftigkeit ist auch nicht meine starke, also wäre auch schon wieder fast so ein bisschen französisch, die ich einfach haben muss durch meinen Job.

00:01:49: Ich werde oft als ein Mensch mit einer französischen Seele beschrieben, auch in meinem Freundeskreis.

00:01:56: Deswegen ist das für mich tatsächlich gar nicht so richtig dazu ein.

00:02:01: Vielleicht im Verlauf des Gesprächs, dann ruhe ich das noch nach.

00:02:03: Da hab ich ja schon ins Schwarze getroffen.

00:02:05: Sehr schön.

00:02:06: Ich hab heute Morgen in deinem zweiten Band aus der Aller-Provenz-Reihe-Versuchung Aller-Provenz weiter gelesen und war gleich wieder mitten in Frankreich.

00:02:15: Ich spür sofort die Leidenschaft für die Region, die Atmosphäre ist total regional.

00:02:20: Nimm uns mal mit.

00:02:21: Deine Romane spielen im Lyberan.

00:02:23: Was genau ist der Lyberan eigentlich?

00:02:25: Der Liberon ist eigentlich ein Tal, also es sind zwei Berkkette.

00:02:29: In der Mitte geht eine Straße, die jeder irgendwann mal fährt durch.

00:02:33: Rechts und links in den Bergen sind vereinzelte Dörfer.

00:02:36: Und das sind vor allem diese Dörfer, die es mir angetan haben.

00:02:39: Das ist eigentlich die Bürgskette eigentlich, der Liberon.

00:02:42: Das geht von El Capentra etwa.

00:02:47: Da geht es so ein bisschen los und dann zieht es sich so quer durch den Liberon, überabt und noch ein Stück weiter.

00:02:53: Und die Orte, die ich besonders liebe, also mein Lieblingsort ist auf der Südseite des Liborans, das ist Lomara.

00:03:01: Und wenn die jetzt aber Touristen unterwegs sind, dann fahren die ja auf die Nordseite und das kann ich auch verstehen, weil da mehr schönere Dörfer sind.

00:03:08: Also da sind dann eben Orte wie La Costa, es Bon Dieu, da ist God.

00:03:13: Das ist alles auf der anderen Seite.

00:03:14: Und man muss über eine kleine Straße führen, eine Serpentinstraße durch das Gebirge, um auf die andere Seite zu kommen.

00:03:21: Und die dauert etwa zwanzig Minuten.

00:03:24: Und am Anfang fährt man die mit totaler Begeisterung.

00:03:25: Irgendwann nervt sie halt total, weil die Südfranzosen dann halt auch so rasen und drängeln und so weiter.

00:03:31: Aber man macht es auch, wenn man Loma Raso liebt, wie ich, dann fährt man da einfach rüber, weil da auch die Orte sind, die schöner sind und wo auch die ganzen Märkte vor allem sind.

00:03:40: Aber da kommen wir sicher später noch drauf zu schauen.

00:03:42: Da kommen wir noch zu genau.

00:03:43: Also das heißt, das ist in der Haut-Provence, also so ein bisschen im Hinterland?

00:03:47: Nee.

00:03:47: Nee, die Haut Provence ist nördlicher, noch ein Tick nördlicher.

00:03:52: Das ist eigentlich so mittendrin, das ist so eine dreiviertel Stunde nur von Marseille entfernt etwa.

00:03:59: Bei Exxon Provence und dann ein Stück nördlicher und da beginnt der Liberant eigentlich.

00:04:04: Die Haut Provence ist ja sehr einsam eigentlich auch.

00:04:07: Das ist da überhaupt nicht der Fall.

00:04:09: Also die Orte im Liberant sind gerade in Sommermonaten komplett überlaufen.

00:04:14: Ja, ich kenne die Region, aber ich dachte, das wäre schon sozusagen die Urprovenz.

00:04:17: Nee, die Urprovenz geht dann ein bisschen nördiger.

00:04:20: Bannon und so.

00:04:21: Also die Ecke, wo dann auch der Bannonkäse gemacht wird.

00:04:24: Das ist dann die Urprovenz.

00:04:26: Da sind viel, viel weniger Dörfer dann auch und so.

00:04:29: Ja, da ist auch dieses Bücherdorf in Bannon, ne?

00:04:32: Genau.

00:04:32: Ganz fasziniert ist die, ich glaube, fünf größte Buchhandlung in ganz Frankreich.

00:04:37: Hier ist ein klein Dorf, der sich Bannon nennt.

00:04:40: Da gibt es einmal diese Bücher, diesen wahnsinnigen Buchladen.

00:04:44: Da gibt es übrigens auch ein paar deutsche Bücher, relativ wenig, aber ein paar gibt es.

00:04:48: Und da gibt es einen Laden, der hat die längsten Würste Europas.

00:04:52: Das sind so getrocknete, ewig lange Würste.

00:04:56: Du kommst da rein und siehst kaum was, weil es dunkel ist, überall hängt diese Würste von der Decke.

00:05:00: Ist ja auch lecker.

00:05:01: So Knoblauchgeschmack und so.

00:05:03: Und halt der Panonkäse, der legendäre Panonkäse, der ja eingewickelt ist für die, die es nicht kennen, in Eichenblätter.

00:05:10: Und dadurch ist er haltbar, also relativ lange haltbar.

00:05:14: Und so hat man halt früher, als es auch noch keine Kühlschrecke gab und so weiter, hat man die da eingewickelt und dadurch konnten die den Käse länger haltbar machen.

00:05:22: Oh, da krieg ich gleich richtig Hunger.

00:05:24: Wieso kitzelt sich da eigentlich so gut aus?

00:05:26: Ich hab wie glaube ich ganz viele Provence-Touristen und Liebhaber in den neunziger Jahren Peter Mehl gelesen.

00:05:34: Das Buch Mein Ja in der Provence.

00:05:37: Und dieses Buch macht eigentlich nichts anderes.

00:05:39: Erstes ist es ein Tagebuch, was sich über Monate erschreckt.

00:05:43: Peter Mell, das muss ich dann vielleicht doch kurz erzählen, auch wenn es ein Tick länger ist, war ein Schotte.

00:05:50: Er hatte in London jedenfalls gelebt, hatte eine Werbeagentur, hat die irgendwann verkauft und sich ein kleines Maß, also das sind hier diese kleinen Bauernhäuser in der Provence gekauft.

00:05:59: Diese Steinhäuser, ne?

00:06:00: Diese Steinhäuser, genau.

00:06:03: Das hat er renoviert und hat eigentlich nur dieses eine Jahr erzählt, wie er dieses Haus renoviert hat.

00:06:08: Handwerker kommen gar nicht oder viel zu spät.

00:06:10: Er hat viel über Essen und über Wein gesprochen und über die Nachbarn.

00:06:14: Und das ist ein wahnsinnig witziges Buch, was auch so ein bisschen macht sich auch ein bisschen lustig über die Provenzahlen in dem Buch.

00:06:23: Und er hat halt einen Freund gehabt in New York von Random House und dem hat er dieses Buch geschickt.

00:06:28: Einfach nur, weil er ein Freund war oder er sei, du kennst dich ja damit aus, wie findest du das?

00:06:32: Und er hat sich totgelacht darüber und das veröffentlicht.

00:06:34: Und nach einer Woche hatte er schon zweihunderttausend Stück in Amerika verkauft und so ging es dann weiter und am Ende waren es sechs Millionen und bis heute geht das als eine der besten und der hervorgeißenden Reiseführer der Welt.

00:06:47: Und das hat mich dahin gezogen damals.

00:06:49: Ich wollte wissen, ob das wirklich so ist.

00:06:51: Ich hab Peter May dann noch kennengelernt übrigens.

00:06:53: Ein bisschen später.

00:06:54: Es gibt auch einen ganz zauberhaften Film.

00:06:56: Wenn man einer Provence-Urlaub macht, muss man ein gutes Jahr einmal gucken.

00:07:01: Den kenn ich, der ist super.

00:07:02: Fantastisch.

00:07:06: Weil er trifft genau dieses Gefühl.

00:07:10: Und er hat halt den Fehler gemacht, dass er in diesem Buch, mein Jahr in einer Provence, genau beschrieben hat, wo er wohnt.

00:07:17: Und dann begann eine Art Tourismus zu diesem Ort, endete damit, also erst waren es nur Autogramme und endete dann damit, dass irgendwann einen Reisebus vorführt, viele asiatische Menschen ausstiegen, Fotos machten, in seinen Pool sprangen und er sagte, um Gottes Willen, was ist denn hier los?

00:07:33: Was machen Sie denn in allem einem Garten?

00:07:34: Und dann kam der Reiseführer mit so einem Prospekt und da war sein Haus dran abgebildet und er gesagt, ja, wieso das ist ja ein Teil unserer Tour.

00:07:42: Und dann ist er weggezogen, ist er nach New York zurückgezogen.

00:07:44: Hast du ihn da mal tatsächlich getroffen?

00:07:46: Ja, ja.

00:07:47: Ich habe eine Zeit lang für das Büchermagazin geschrieben.

00:07:51: Würde ich auch immer noch gerne machen, aber ich schaff es leider nicht mehr so.

00:07:54: Und da habe ich ihn getroffen in Lourmarin übrigens, in seinem Lieblingsrestaurant.

00:08:00: Und da war dann auch selbst so schädlich, dass er um elf Uhr ein Rosé bestellt.

00:08:03: Und dann haben wir ein bisschen Rosé getroffen und ich habe einen wahnsinnig witzigen tollen sehr künstrischen Typen kennengelernt, von dem ich eigentlich gedacht habe, ja, der ist einfach nur so ein Liebemann, aber der hatte auch etwas sehr, sehr künstrisches.

00:08:15: Und ich war genau da, als er gestorben ist.

00:08:17: Ich habe eine Trüffeltour gemacht an dem Tag und dann ging das so durch die Medien in Frankreich und da bin ich ihm zu gedenken, abends auch nochmal in sein Liebungsrestaurant gegangen und war dann da.

00:08:29: Aber ich habe einen tollen Menschen kennengelernt.

00:08:31: Ja, also ich kann mir das richtig gut vorstellen.

00:08:33: Ich habe natürlich das Buch gelesen und dann später den Film geguckt und ich finde auch, also viel mehr Provenz geht nicht, als da dargestellt wird.

00:08:41: Und geht es dir da nicht so, dass du wirst wissen, ist das echt so, wie der das schreibt?

00:08:46: Ich wusste das nicht.

00:08:48: Ich hatte damals einen alten Bulli, so ein Camper.

00:08:51: Ich bin mit meiner damaligen Freundin dahin gefahren und habe das alles eingeguckt und war begeistert.

00:08:56: Und da war ich viele Jahre nicht da und dann wieder mit meiner Frau, mit der ich auch schon seit über zwanzig Jahren zusammen bin, mit der habe ich dann diese Tour gemacht und seitdem sehe ich eigentlich jedes Jahr da und ich auch oft alleine zum Schreiben.

00:09:07: und im Sommer sind wir meistens zusammen als Familie da.

00:09:09: Ich bin da schon mehrfach irgendwie gewesen und hab immer mal wieder geguckt und mir die kleinen Orte angeguckt.

00:09:14: Mich schreckt es auch im Hochsommer natürlich.

00:09:16: Da sind mir dazu viele Leute, aber so im Frühjahr oder im Herbst ein Traum.

00:09:20: Echt toll.

00:09:21: Absolut.

00:09:21: Also ich bin auch im Hochsommer da.

00:09:24: Liegt einfach daran, dass unsere Tochter im Sommerferien nun mal nur weg kann.

00:09:28: Und deswegen kennen wir auch die Vierziggrattage.

00:09:31: Und den Klimawandel kann man da sehr hautnah erleben.

00:09:36: Zu dem Ort oder zu der Region, da gibt es ja noch einen anderen berühmten Schriftsteller, der mir da sofort einfällt.

00:09:43: Albert Camus, französischer Schriftsteller, Nobelpreisträger.

00:09:47: Gibt es von dem da auch noch Spuren?

00:09:50: Oh ja, und wie?

00:09:52: Lustigerweise auch in Lomarrer, also in dem Ort, in dem ich immer schreibe, so mein Lieblingsort dort, wo ich auch ein paar Leute kenne, inzwischen.

00:10:00: Da hat er gelebt, seine Enkeltochter lebt da immer noch, in dem Haus, in dem er auch lebte.

00:10:06: Und er ist tatsächlich von Lomarrer nach Paris damals gefahren mit seinem mit seinem Agenten.

00:10:13: Und da ist der tödliche Autounfall auch passiert, also zwischen Lomarrer und Paris.

00:10:18: Und der ist in Lomarrer begraben.

00:10:19: und wenn man die französischen Friedhöfe muss man übrigens mal besuchen.

00:10:24: Echt, das sind eine so riesige Stein-Konstrukte und war sich geschmückt und so.

00:10:31: Und das Grab von Camus ist wirklich in der letzten Ecke auf diesem Friedhof und es ist nur ein kleiner Stein, da steht Albert Camus und seine Lebenszeit drauf.

00:10:39: Und das war es.

00:10:40: Und relativ verwahrlos.

00:10:42: Und ich habe seine Enkeltochter einmal getroffen sogar in einem Laden für Küchen.

00:10:47: Ach, das war es.

00:10:49: Und er erzählt dir die Kamüs dorthin, sagte sie dann.

00:10:52: Also mein Französisch ist nicht so gut, dass ich da mit den ganzen und sogar dieser prophosalische Dialekt.

00:10:57: Und die ging dann nur so rein und ging ganz verhuscht und auch wieder so raus.

00:11:01: Also es gibt sehr viele Spuren von Camus.

00:11:04: Sein Haus steht noch, man kann da vorbei wandern.

00:11:06: Es ist ein bisschen versteckt.

00:11:07: Man muss das schon wissen.

00:11:08: Du kommst nicht genau ran.

00:11:10: Dann gibt es den Friedhof da und die Geschichte.

00:11:13: Das ist den im Liberon und im Lomara schon sehr bewusst.

00:11:18: Welchen?

00:11:18: Aber das ist interessant, weil das heißt ja wahrscheinlich, dass der touristischere Magnet ist eigentlich diese Pythamel-Geschichte.

00:11:25: Es kommen jetzt nicht so viele Zumindest ausländische Touristen wegen Camus, sondern eher wegen dieser Peter-Mail-Geschichte dahin.

00:11:34: Ja, man sieht lustigerweise immer wieder, es war jetzt auch im letzten Jahr, oder im Sommer jetzt, dass da eine Frau mit einem Buch von Peter-Mail in den Cafés saß und gelesen hat.

00:11:46: Also er hatte sein Haus damals bei Minerv.

00:11:48: Das ist ein anderer Ort, da ist ein Trüffelmuseum übrigens, sehr lotswert, hinten ein tolles Restaurant auch dran.

00:11:54: Und er hatte sein Haus in Minert gehabt.

00:11:57: Und der zweite Wohnsitz war dann irgendwo bei Lomara.

00:12:00: Ja, ich glaube schon, dass das ein Magnet ist.

00:12:03: Aber auch, die werden ja auch oft gewählt, als die schönsten Dörfer im Lomara, die Orte.

00:12:08: Und da gewinnt Lomara auch schon oft, weil das ein Traumhaft ist.

00:12:13: Apropos traumhaft, da habe ich gerade so ein Bild im Kopf.

00:12:17: Träumst du denn davon, dass irgendjemand mal im Café sitzt und dein Buch liest oder eines deiner Bücher liest?

00:12:23: oder hast du das vielleicht sogar schon erlebt?

00:12:26: Nein, in Frankreich habe ich das nicht erlebt.

00:12:28: Ich habe das einmal in einem Buchladen erlebt.

00:12:31: Das war der erste Tag, also veröffentlicht wurde, und eine Frau nahm dieses Buch und blätterte da so rein.

00:12:37: Und ich habe die beobachtet und dann hat sie es wieder hingestellt und gesagt, na ja, kaufen Sie das, ich signiere Ihnen das, das ist mein Buch.

00:12:42: Und da hat sie es... bisschen peinlich, aber irgendwie auch lustig.

00:12:47: Ach, das ist ja aber auch was Tolles.

00:12:48: Also ich finde, ein Buch schreiben, da kann man so stolz drauf sein, dass du da in der Region jetzt bist, hat Peter Mail oder Camus hat das irgendwas damit zu tun, dass du ausgerechnet dir die Region ausgesucht hast, um zu schreiben?

00:13:05: Also ich schrei, also ja, Peter Mill hat mich ja da hingebracht eigentlich über sein Buch, über den habe ich ja das, das Lieben gelernt und ich konnte alles verstehen, was er geschrieben hat.

00:13:15: Ich habe das alles genauso vorgefunden.

00:13:18: Ich recherchiere da sehr viel eigentlich.

00:13:20: Also ich schreibe da natürlich auch, aber vorallt fahre ich hin, um zu recherchieren und auch um auf Ideen zu kommen und unter denen zu sein, die da leben.

00:13:30: Und bei mir ist es halt, das ist ziemlich akribisch.

00:13:33: Manchmal auch übertrieben akribisch recherchiert, dass also jede Straße, die ich nenne, jedes Haus was vorkommt und eigentlich auch jedes Restaurant gibt es wirklich.

00:13:44: Also es ist wirklich nur der Fall und die Geschichte ist fiktiv und der Rest ist alles, alles wahr.

00:13:51: Ah, also auch die Restaurantnamen, das wollte ich gerade sagen.

00:13:56: Ich habe eins umbenannt, weil es gibt Imponniu, ein Restaurant, das ist direkt am Tal des Liberaux, du kannst also über dieses Tal, es ist ein großartiger Blick.

00:14:08: Und das ist aber ein italienisches Restaurant, eine sehr gute Trüffelpizza haben die übrigens.

00:14:14: Und das habe ich Literarist genannt, in dem Buch, was du gerade liest, in Versuchung, weil ich da ein Steinerestaurant draus machen musste.

00:14:23: Ah, damit das zur Geschichte passt.

00:14:25: Ja, genau.

00:14:25: Da habe ich es unbenannt, aber das Setting stimmt genauso.

00:14:28: Also er geht ja mal über eine Straße und serviert Champagner auf der anderen Seite.

00:14:32: Und da ist eine Straße zwischen den draußenplätzen und dem Restaurant.

00:14:36: Und da habe ich oft gesessen und gegessen.

00:14:41: Das hört sich so schön an.

00:14:42: Ich könnte mir das auch gleich vorstellen.

00:14:45: Oder ich versuche es mir mal vorzustellen.

00:14:46: Du hast ja gesagt, du fährst im Frühjahr jetzt wieder dort hin.

00:14:50: Was machst du als Erstes, wenn du da ankommst?

00:14:52: Hast du ein Ritual?

00:14:54: Ja, definitiv.

00:14:56: Ich bringe schnell mein Koffer hoch und dann gehe ich ins Café Kaby.

00:14:59: Das ist ein Café im Ortskern.

00:15:03: Ich kenne auch den Besitzer inzwischen.

00:15:07: Und da trinke ich ein Rose.

00:15:08: Er ist erstes.

00:15:11: Kein Kaffee, sondern ein Rosé.

00:15:13: Ich bin kein großer Kaffee-Drinker.

00:15:15: Ich bin eher, also eher Tee.

00:15:18: Also ich trink ja nicht ein ganzer Alkohol.

00:15:20: Aber wenn ich dann da ankomme, irgendwann nachmittags, dann ist das.

00:15:23: Und dann fahre ich einkaufen für die Woche und warte aber, ich weiß ja, wann die Märkte sind in jedem einzelnen Ort.

00:15:30: Und da kaufe ich natürlich dann auch viele.

00:15:33: Aber so eine Grundausstattung.

00:15:34: Und dann mache ich einen Spaziergang durch den Storff.

00:15:36: Das ist auch ein Ritual.

00:15:38: Dauert etwa,

00:15:41: etwa, etwa, etwa, etwa, etwa,

00:15:44: etwa, etwa, etwa, etwa, etwa, etwa, etwa, etwa, etwa, etwa, etwa, etwa,

00:16:04: etwa, etwa, etwa, Wissen die, dass du über die Region schreist?

00:16:09: Nein.

00:16:11: Das wissen sie nicht.

00:16:12: Ich glaube sogar, dass sie sich darüber wundern, weil wer fährt denn im Jahrhundert dahin und mietet eine Wohnung.

00:16:18: Die meisten sind auch gar nicht zu vermieten, weil die Heizungen gar nicht so ausgestattet sind, dass man die Großvermieten kann.

00:16:24: Nein, das ist überhaupt nicht so.

00:16:26: Ich glaube, die wissen das nicht.

00:16:27: Ich habe das irgendwann, habe ich das mal dem Boutiquebesitzer erklärt, weil er das wissen wollte von mir.

00:16:34: Aber ich glaube, das hat er längst vergessen.

00:16:36: Da gibt es so eine sehr schöne Boutique, wo ich auch Lu heißt, der Besitzer.

00:16:40: Und er ist auch für Frauen echter Hingucker, er ist ein attraktiver Typ.

00:16:44: Und er verkauft halt so Sachen.

00:16:46: Und den kenn ich mit dem Tril ab und zu mal da ein Glas Wein oder so.

00:16:49: Und das ist so genau gegenüber, ist so eine Weinbar mit so Fässern draußen.

00:16:54: Und dann sitzt der da und hat seinen Schlüssel da liegen, sein Handy, sein Portmonnaie.

00:16:58: Und wenn jemand in sein Laden geht, dann lässt er das eigentlich liegen, geht einfach rüber in Laden und macht das so.

00:17:02: Also es gibt so einen Grundvertrauen.

00:17:04: Auch im Hochsommer?

00:17:06: Nein, im Hochsommer nicht.

00:17:07: Nein, nein, nein.

00:17:08: Da hat er auch keine Zeit da zu sitzen, da ist der Laden immer voll.

00:17:14: Ach so, aber also das ist nicht so... Du bist nicht da und schreibst dann ausschließlich da, sondern es ist wirklich eher so, du recherchierst.

00:17:24: Oder machst du beides?

00:17:26: Beides.

00:17:27: beides.

00:17:27: Ich fahre los, meistens besuche ich irgendein Markt an den Vormittagen, dann gucke ich mir irgendwas an, wo ein Schauplatz ist und da bin ich irgendwie so gegen Nachmittag da, dann esse ich was und dann schreibe ich bis tief eh Nacht meistens.

00:17:41: Das Schöne ist ja, wenn man Familie hat, dann hat man ja eigentlich schon so ein Rhythmus und der geht da so verloren und das genieße ich total.

00:17:50: Und kannst du das denn so takten, also dass du sagst, wenn ich dann da bin, dann recherchiere ich das über und dann fällt mir aber abends auch immer was ein.

00:17:59: Was machst du denn, wenn dem man nicht das Richtige einfällt oder passiert dir das nicht?

00:18:04: Also eigentlich ist es so, dass meine Geschichte bei Krimis musst du wissen, wo es anfängt, wo es aufhört und ich bin dann strukturiert.

00:18:12: Vielleicht unterscheide ich das von Franzosen, um auf deine erste Frage zurückzukommen.

00:18:17: Ich habe ein Treatment und die Kapitel und ich weiß, was in welchem Kapitel passiert.

00:18:22: Das verändert sich natürlich dann beim Schreiben, aber grundsätzlich das Grundgerüst verändert sich nicht.

00:18:31: Das bleibt grob, wie es ist.

00:18:34: Weil du kannst nicht irgendwann auf Seite der Hundertfünf-City-Moder auswechseln.

00:18:38: Oder wenn du hinten was verändern musst, musst du es vornal auch verändern.

00:18:41: Das ist wie so eine Gleichung.

00:18:43: So.

00:18:43: Und deswegen weiß ich das grundsätzlich schon.

00:18:46: Ich schreibe da auch oft so die Teile, die eben die Gegend beschreiben.

00:18:54: Also den Fall, den Mord und all das schreibe ich dann auch oft zu Hause oder irgendwo.

00:19:00: Ich kann Gott sei Dank gewahlschreiben.

00:19:01: Ich schreibe auch vielen Zug, bei vielen Zug unterwegs bin.

00:19:04: Das ist für mich überhaupt kein Problem.

00:19:06: Also ich mach beides vor Ort, da hast du schon recht.

00:19:09: Und gibt es ein Lieblingszeit, in der du da so... Du sagst, du fährst jetzt im Januar, aber das hörte sich an, als wäre das außergewöhnlich.

00:19:18: Ja, ist es auch.

00:19:19: Da ist sonst keiner.

00:19:21: Also, die Restaurants haben auch eigentlich alle zu.

00:19:24: Also, ein paar haben immer auf.

00:19:25: Ich weiß auch, welche dann.

00:19:28: Die sehen übrigens, wenn man da so ist in den Wintermonaten, das sieht so aus, als gäbe es das Restaurant gar nicht mehr.

00:19:34: Also, die sind so verrammelt und dann kommt der Abend vorbei und die Licht ist an.

00:19:38: als sei nix gewesen.

00:19:39: Also das ist ganz komisch.

00:19:40: Man kann das ganz schwer sagen und auch so die Zeiten, die dann so im Internet steht, bis wann, zwanzig Uhr geöffnet, das stimmt fast nie.

00:19:47: Also ich weiß nicht, nach welchem Prinzip, ich habe es bis heute nicht durchdrogen, wann sie aufmachen und wann nicht, vielleicht auch einfach, wenn sie gerade Bock haben, keine Ahnung.

00:19:56: Das kenne ich aber übrigens aus fast ganz Frankreich.

00:19:58: Also das kenne ich auch von unseren Kunden, wenn die unterwegs sind.

00:20:02: Das ist wirklich schwer, so man immer nur sagen kann, das ist so pimal Daumen, so genau.

00:20:06: Können wir es auch nicht sagen.

00:20:08: Ja, genau.

00:20:09: Aber um deine Frage, ich finde schon, den Juni ist die schönste Reisezeit in der Provence, wenn der Lavendel blüht.

00:20:17: Das ist unfassbar.

00:20:19: Das ist der Geruch, dieser Lavendelgeruch, der überall in der Luft ist.

00:20:24: Manchmal mähen sie dann so im Juli, August, ist dann so die Lavendelerde, dann ist das natürlich noch intensiver, weil durch das mähen, dass er so aufkommt.

00:20:32: Aber das ist schon im Juni.

00:20:33: Wenn sich das dann wie so ein Teppich so durch die Landschaft rollt, sieht das schon verdammt aus.

00:20:39: Also der Juni ist schon der schönste Monat eigentlich da.

00:20:42: Oder Weinärte, September ist auch Schiff.

00:20:44: Deine Romanfigur ist ja der Kommissar Pascal Chivri.

00:20:49: Er ist ein leidenschaftlicher Koch.

00:20:52: Wir haben ja jetzt schon ein bisschen was von Restaurants und so weiter gehört.

00:20:55: Der hat den Traum, dass er später mal ein Restaurant führen möchte.

00:20:59: Ich nehme an, das ist auch so ein bisschen dein Traum.

00:21:03: Nein.

00:21:04: Nein, das ist überhaupt nicht mein Traum.

00:21:06: Ich würde, das ist überhaupt nichts für mich jeden Tag zur gleichen Uhrzeit und dann noch abends irgendwo hinzugehen und dazu arbeiten.

00:21:14: Ich brauche diese Flexibilität und ich muss machen, was ich will und wann ich das machen will.

00:21:18: Und du bist ja, als Gastronom musst du dich ja bis hier im Dienst der Gäste die ganze Zeit.

00:21:24: Ich habe wahnsinnig gerne Gäste hier und koche auch für die.

00:21:27: Wahnsinnig gerne.

00:21:27: Das sind so unsere Abende oft und am Wochenende kommen oft Freunde und so.

00:21:31: Das mache ich total gerne, aber ich würde das niemals in einem Restaurant machen.

00:21:34: Das ist absolut nicht mehr Traum.

00:21:36: Nein,

00:21:37: aber ich finde es passt wie.

00:21:38: Dann hat er nur die Kochleidenschaft von dir übernommen.

00:21:39: Ja,

00:21:40: die hatte.

00:21:42: Ich war neulich auf einer Lesung in der Eifel und da kam eine die wirklich sehr sich mit meinen Büchern beschäftigt hat und das sehr analytisch eingegangen ist, die Sache.

00:21:54: Und die sagte dann so, wie viel ist Stecklin da in dem Pascal von dir eigentlich?

00:21:59: Und ich sag, ach, eigentlich nicht viel.

00:22:01: Und dann sag ich, ja, aber wieso?

00:22:02: Der hat eine Tochter, der hat einen Hund, der liebt die Provence und hat noch weitere Sachen so aufgezählt.

00:22:09: Und dachte ich, ja, stimmt, das ist bei mir.

00:22:12: Ja, also kochen und auch diese alten Traditionen und so, das habe ich auch schon so ein bisschen rausgehört, ne?

00:22:18: Ich finde das interessant.

00:22:20: Ich bin jetzt nicht, ich bin kein... ich bin null, früher war alles besser unterwegs, null.

00:22:27: Aber ich finde, ich interessiere mich sehr für diese Tradition und für gerade beim Kochen und was daraus heute gemacht wird.

00:22:35: Und in der Provence heißt ja immer Omas Küche, also so wie hier auch, ist die Beste.

00:22:40: Und danach, deswegen haben die auch viele Rezepte einfach so traditionell übernommen, die Puglia Beste kommt aus dem... Sieben vor Christus, da wurde das wohl entdeckt.

00:22:51: Also seit über zweitausend Jahren wird da Buya Base gegessen, zum Beispiel.

00:22:57: Wahnsinn.

00:22:57: Ich dachte immer, Buya Base kommt mehr direkt von der Küste wegen des frischen Fisch.

00:23:02: Ist auch so.

00:23:07: Du hast ja gesagt, du gehst gerne und viel auf Märkte.

00:23:10: Hast du einen Lieblingsmarkt oder sind sie unterschiedlich?

00:23:15: Ja, ja, ja.

00:23:15: Das

00:23:16: höre ich schon.

00:23:19: Ist ja auch ein Tourismus-Podcast, ne?

00:23:21: Naja, es ist ein Podcast, der Lust auf Frankreich machen soll, ne?

00:23:24: Okay.

00:23:25: Ich sage so ein paar Märkte, wo man hin muss, wenn man da ist.

00:23:29: Natürlich muss ich zuerst den Lomaran nennen, der ist immer Freitags.

00:23:32: Der ist der, wie ich finde, schönste Markt, liegt auch sicherlich am Dorf.

00:23:36: Es gibt eine Platanallee am Sportplatz Lengs und dann geht der durch das ganze Dorf und im Sommer sind Musiker an jeder Ecke und das ist eine wahnsinnig tolle Atmosphäre und die Provenzahlen machen ja auch immer alles so hübsch.

00:23:50: Also die Stände und so, die sind ja so toll aufgebaut mit das ganze Gemüse wird ausgelegt wie in so einer Boutique der Schmuck oder so.

00:23:59: Also richtig schön.

00:24:01: Also das ist mein Lieblingsmarkt.

00:24:03: Da gibt es Dienstags den Markt in Gord.

00:24:06: Das ist auf der anderen Seite, also das ist auf der Nordseite des Liberants.

00:24:12: Das ist so einer der Vorzeigeorte.

00:24:14: Da gibt es einen Spot, wo auch den ganzen Insta-Mädels immer stehen und ihre Bilder und Videos machen.

00:24:19: Ja, das habe ich genau vor Augen, wo?

00:24:21: das weiß ich nicht.

00:24:22: Ja, das weißt du.

00:24:23: Und da ist Dienstags immer der Markt.

00:24:25: Der ist auch wahnsinnig schön.

00:24:26: Ein paar andere Händler sind mehr Kunsthändler, die dann so Bilder verkaufen und auch Klamotten, vor allem in den Sommermonaten.

00:24:34: Der ist auch sehr schön.

00:24:35: Und dann muss ich den Liberor einmal verlassen und nach Lilsjöla Sorg

00:24:42: gehen.

00:24:42: Ah, da ist der Antiquitätenmarkt.

00:24:44: Richtig, Sonntags.

00:24:46: Und der ist ein Hammer.

00:24:48: Das ist ja eine Mischung.

00:24:50: Also es ist auch ein normaler Markt mit Lebensmitteln und allem Möglichen.

00:24:55: mit ihren Opinäle-Messern und Uhren und was sie da sonst noch alles verkaufen oder Seife natürlich ganz viel auch.

00:25:01: Aber die Antiquitäten sind das Besondere.

00:25:03: und dann bist du da anders sorg dieser Fluss.

00:25:06: Ich bin auch mal zur Quelle übrigens gefahren.

00:25:07: Das ist nämlich nicht weit von da.

00:25:09: Der ist so saukalt.

00:25:11: Ich war jetzt im Sommer da, du tust die Füße da rein und das friert dir wirklich ab.

00:25:15: Es ist wie so ein Gebirgskuss.

00:25:17: Also es ist ja auch ein Gebirgskuss eigentlich.

00:25:19: Und lieges ja Insel auf der Sorg, also auf diesem Fluss, der geht einmal so um den ganzen Ort rum.

00:25:26: Und da gibt es halt auch die ganzen Restaurants direkt.

00:25:29: Und nach dem Bummel dann über diesen Sonntagsmarkt dann in eins dieser Restaurants und diese frischen Sachen zu essen.

00:25:35: Großartig.

00:25:37: Aber du isst ja nicht die Sachen, die du gekauft hast.

00:25:39: Die nimmst du ja mit nach Hause.

00:25:40: Die nimm ich mit nach Hause.

00:25:41: Da

00:25:41: komm ich doch gleich zur nächsten Frage.

00:25:43: Was machst du denn dann damit?

00:25:44: Sag mir doch mal eins deiner Lieblingsrezepte.

00:25:47: Also nur... So kurz angerissen?

00:25:51: Nur kurz angerissen.

00:25:52: Also es ist schon, ich finde es schon, eine gute, boja besten Hammer.

00:25:56: Ich weiß, es ist jetzt noch ein Teg südlicher, nämlich die Ecke Marseille, aber gibt es da ja auch, mag ich total gerne.

00:26:02: Und dann, ich esse mich oft Lamm.

00:26:06: Der Lammbraten in Kräuterkruste.

00:26:09: Ja, genau.

00:26:10: Der Lammbraten mit Lämmern aus Cisteron, das ist so der Ort, wo die besten Lämmer der Welt herkommen.

00:26:18: sagen die Franzosen, für die kommt ja alles, kommen ja eh die besten Sachen immer aus Frankreich.

00:26:23: Und Lämmer gibt es aber ja auch in England oder in Neuseeland und hier in Dittmar schon auch.

00:26:29: Aber das können die schon sehr, sehr gut machen.

00:26:33: Und dann eigentlich alles, was mit Trüffeln zu tun hat.

00:26:36: Das sind auch meine echte, ich liebe Trüffel.

00:26:39: Das kann man auch in deinem ersten Roman sehr deutlich merken, denn in Tod der Provence geht es ja unter anderem um Trüffel.

00:26:48: Erklär mir doch mal, warum die dort so gut wachsen.

00:26:50: Das war mir bisher überhaupt nicht klar.

00:26:53: Triehen-achtzig-Prozent etwa, musste mich jetzt nicht festnageln, dass Trüffels kommen inzwischen aus Plantagen.

00:27:00: Die haben ganz lange versucht, die anzubauen.

00:27:03: Und das Problem bei Trüffeln ist, sie brauchen Sonne und sie brauchen viel Wasser.

00:27:08: Also, das schließt sich ja so ein bisschen aus.

00:27:11: Und trotzdem werden die gerade auf diesem Plantagen sehr, sehr gepflegt.

00:27:17: Es ist halt unfassbar aufwändig.

00:27:19: Das sind so genattete Truffiers, das sind so weiststämmige Eichen, und an den Wurzeln sind Trüffelsporen.

00:27:28: Da werden die eingegraben, diese Eichen, und wenn du Glück hast, komm nach dreißig Jahren, komm dann Trüffel, oder nach fünfundzwanzig.

00:27:35: Also es ist ein sehr, sehr langfristiges Geschäft.

00:27:39: Ich hab in dieser Wohnung, das erzähle ich auch oft bei Lesung, aber es muss nicht mehr kommen, weil du mich jetzt das so fragst, In der Wohnut und diese Airbnb-Wohnhut, die ich immer miete, da war genau so, dass der mich immer fragte, ey, also der wollte wissen, ich merkte das in den Jahren vorher schon immer, der will wissen, was macht der, dieser Typ hier mit seinem schlechten Französischort Deutschland im Januar oder im Februar oder auch teilweise noch im März hier in Lomaren, was soll das?

00:28:04: Was ist das für ein komischer Typ?

00:28:06: Ich hatte die immer gebucht und er war immer ganz aufgeregt mit seiner Heizung, wie gesagt, weil das auch im Winter daher auch geil ist.

00:28:12: Und dann wollte er wissen, was ich mache.

00:28:14: und dann habe ich ihm so erzählt, ja, ich habe hier ein Buch geschrieben, teilweise auch in dieser Wohnung, das habe ich hier ins Regal gestellt, gibt mir immer diese Ferien, Ferien, Regale, und hat dann auch so was Deutsches reingeschrieben, so, wenn Sie hier wohnen und dieses Buch lesen, stelle ich mal vor, dass es hier geschrieben worden, wenn Sie Deutsche sind, lasst mir mal einen Kommentar da und zwar nicht online, sondern da bitte per Kugelschreib in dieses Buch.

00:28:34: Und das habe ich ihm gezeigt, das ist ihm gar nicht aufgefallen.

00:28:37: und der meinte, warum geht es?

00:28:38: Und dann habe ich ihm gesagt, es geht um Trüffel und er meinte, ah, okay.

00:28:41: Kommen Sie mal mit, wir trinken mal ein Bier zusammen, ich erzähle Ihnen mal was über Trüffel.

00:28:46: Und ich fand dieses Anwäls spannend, wenn die dann so die Trüffel abwiegen und die Köpfe und die Hände vom Kopf schlagen und sagen, Gott, ist viel zu teuer.

00:28:56: Und dann mit dem Fingernagel, die Erde da raus... Abkratzen

00:29:00: und sagen, hier ist vielleicht doch ein Gramm weniger und so, ne?

00:29:04: Ist

00:29:04: das super, oder?

00:29:05: Ist das super?

00:29:06: Also hast du selber schon mal Trüffel gesucht?

00:29:09: Ja.

00:29:10: Ich hab das mal gemacht, man kann, übrigens auch bei ich will jetzt echt keine Airbnb Werbung machen, das ist auch vieles, was schlimm ist, was die machen.

00:29:19: Aber die haben manchmal unten so Tipps und da wurden Trüffelzuche angeboten und das habe ich da gemacht, habe ich so Koordinaten bekommen von so einem Waldstück und da war ich, das war eine Trüffelplantage und der Typ, der das Leiter ist, war ein Amerikaner, das war früher eine Obstplantage und er hat daraus Trüffel gemacht und hat zwanzig Jahre gewartet.

00:29:36: Trüffel kam und die sind da überall und die Kunst war dann nicht, dass seine Hunde diese Trüffel finden, sondern die Kunst ist einfach der Anbau inzwischen.

00:29:45: Die Hunde wissen irgendwann, dass an jedem Baum Trüffel sind, wenn es gut läuft.

00:29:51: Da habe ich eine Trüffel-Suche mitgebracht, der hatte alles, der hatte auch Trüffel, Ruhe nicht und so.

00:29:54: Das ist da wirklich ein bisschen gewöhnungsbedürftig.

00:29:59: Das heißt, wie läuft das?

00:30:01: Du bist dann dabei, ihr seid eine kleine Gruppe und erst mit seinen Hunden und die laufen vorne weg und dann steht man irgendwo und duftet ihr selber graben oder?

00:30:09: Nein, nein, nein.

00:30:10: Darfst nur zugucken.

00:30:11: Und die Trüffel und dann kriegst du auch einen in die Hand, ihr musst aber auch kaufen.

00:30:14: Also die verschägen da nix.

00:30:16: Und dann erzählt er so ein bisschen was über die Trüffel suche, die Hunde, weil da waren auch so, das waren so sechs Leute etwa, eine brasilianische Familie unter anderem und die haben Dann dazugucken, die Kinder durften an die Hunde streicheln, aber nur vorher, nicht während der Arbeit.

00:30:32: Und dann sind die halt in ihrem Film und graben die Trüffel aus.

00:30:36: Es macht Spaß.

00:30:38: Zu welcher Jahreszeit war das?

00:30:40: Das war im Herbst, es waren Sommertrüffel.

00:30:45: Das wollte ich nämlich gerne noch wissen.

00:30:47: Es gibt ja Winter- und Sommertrüffel.

00:30:48: Was ist der Unterschied?

00:30:50: Gewinntertrüffel

00:30:51: sind die besseren.

00:30:52: Also es gibt so viele unterschiedliche, aber die sind vom Geschmack sind, die Wintertröfe viel, viel intensiver.

00:30:58: Also eigentlich müsste man es eher im Februar und März mal.

00:31:00: Vielleicht war es auch im März, kann auch sein, ich weiß es gar nicht mehr genau.

00:31:03: Ja, aber Wintertröfe sind auch teurer natürlich, ne?

00:31:08: Genau, und die sind insgesamt, jetzt verstehe ich auch, warum die insgesamt so teuer sind, weil einfach dieser ganze Anbau so wahnsinnig lange dauert.

00:31:15: Ja.

00:31:15: Es gibt auch welche, die suchen, die haben auch eine Lizenz.

00:31:17: Du brauchst eine Lizenz, wenn du da in den Wäldern suchst.

00:31:20: Aber das ist schon im Verhältnis, sind es relativ wenige.

00:31:23: Inzwischen.

00:31:26: Auch wenn man so Trüppelöl kauft, musst du echt darauf achten, das ist so, wenn die so chemisch hergestellt sind.

00:31:35: Das ist der letzte Müll.

00:31:37: Wenn du das drei Tage im Mund hast, dann siehst du, dass es völlig drüber ist.

00:31:41: Du musst immer sehen, dass da auch echte Trüppel drin sind, verarbeitet sind.

00:31:45: Und wenn man dann sagt, wo hast du mir aber echt zu teuer hier, zwanzig Euro für so eine kleine Flasche, ehrlich gesagt, dann lass es.

00:31:52: Es ist okay, aber du musst nicht dieses chemische Zeug kaufen.

00:31:56: Das hat mit Trüffel nix zu tun.

00:31:59: Ja, man muss es nur auch erkennen, was was ist, ne, sonst also zwanzig Euro und hast trotzdem das chemische Zeug.

00:32:04: Ja.

00:32:05: Ja, aber wenn du in der Provence dann in die richtigen Läden gehst und so Feinkosteln, da kriegst du schon das Richtige.

00:32:11: Also ich kenne das aus dem Piermont.

00:32:13: Ich war in Alba und da auf dem Markt und dann gibt es ja auch herrliche Trüffel.

00:32:18: Und daher kannte ich das so und deswegen war ich so überrascht, weil mir das in der Provence gar nicht so klar war.

00:32:24: Na ja, jetzt ist natürlich eigentlich dein Totschlagargument hier, wenn du mit dem Piermont ankommst, das sind natürlich die besten Trüffel.

00:32:32: Die Provenzahlen würden wir jetzt wie im End widersprechen.

00:32:35: Aber der Pimon ist so natürlich.

00:32:37: Da sind die Trüffel, das ist das Trüffel-Anbaugebiet, das größte.

00:32:40: Ja, also das wollte ich jetzt gar nicht so, als Todschlag meinte ich das gar nicht, weil ich finde, das Schöne auf Reisen ist ja immer, sich auf die Regionen einzulassen.

00:32:48: Und man muss das auch gar nicht immer vergleichen und sagen, da ist aber noch besser oder so, sondern es hängt ja auch immer an diesem ganzen Terroir.

00:32:55: Und an dem, ne, dann trinkst du ein Rosé und hast den Trüffel und das hast du halt nur da.

00:33:00: Das Italien ist ganz anders dann wieder.

00:33:03: Ja, ja.

00:33:04: Hast du auch so Wein-Touren gemacht schon?

00:33:08: Ja, ja, habe ich auch schon.

00:33:09: Ich habe schon Wein-Touren gemacht.

00:33:11: Ist das

00:33:11: schön?

00:33:11: sorry?

00:33:12: Ist das nicht toll?

00:33:13: Also ich habe ja eine Zeit lang mal in Burgund gelebt und habe da eine Weinlese mitgemacht.

00:33:20: Das war wirklich das härteste, was ich je gemacht habe, glaube ich.

00:33:24: Das ist so anstrengend.

00:33:24: Tolle Arbeit hier von der...

00:33:26: Ja, das ist wirklich anstrengend.

00:33:27: Und dann war es halt auch Nieselregen und auf den Knien und da musste schnell gehen.

00:33:30: Ich hatte meine Finger blutig geschnitten, aber es war ganz toll.

00:33:34: Es hat wirklich Spaß gemacht.

00:33:35: Ja, kann man mal sehen, was da geleistet wird auch, ne?

00:33:39: Ja, und das ist auch wirklich so, dass das viele, das machen ja viele so Wanderarbeiter, weil es den meisten Leuten so anstrengend ist.

00:33:47: Das ist wirklich eine Ahnung.

00:33:48: Ich habe es auch nicht die ganze Zeit gemacht.

00:33:50: Ich habe es drei Tage gemacht.

00:33:51: Dann hatte ich

00:33:52: auch genug.

00:33:53: Aber dadurch, mir hat mal ein Freund gesagt, der Weinhändler ist, wenn du in Burgund anfängst, bist du fürs Leben versaut, was Wein angeht.

00:34:02: Da ist natürlich ein bisschen was dran.

00:34:04: Aber ich finde, es gibt so viele tolle Weinregionen, das hört nicht auf.

00:34:10: Also da bin ich noch lange nicht am Ende.

00:34:12: Jetzt bist du ja, wir sind ja beide, haben ja beide einen Bezug.

00:34:17: Wir kommen jetzt mal zurück nach Deutschland.

00:34:20: Du bist Hamburger und wohnst in Schleswig-Holstein.

00:34:22: Ich bin ja Schleswig-Holsteiner und wohn in Hamburg.

00:34:26: Du machst aber Lesungen in ganz Deutschland, ne?

00:34:28: Ja, ja.

00:34:29: Ich bin in ganz Deutschland unterwegs und im Süden fast noch mehr als hier, ehrlich gesagt.

00:34:34: In letzter Zeit sehr viel in Bayern.

00:34:36: Ich weiß es nicht.

00:34:37: Also Niedersachsen ist auch noch so ein Gebiet, wo ich ganz gerne unterwegs bin.

00:34:47: Rheinland-Pfalz ein bisschen, Baden-Württemberg.

00:34:50: Relativ viel, die sind wahnsinnig interessiert.

00:34:52: Vielleicht liegt es auch an der Nähe zu Frankreich, das glaube ich schon.

00:34:56: Und die Bayern finden es interessant, weil die eigentlich immer nur nach Italien fahren.

00:35:00: Und ja auch, komm, gucken wir uns mal was anderes an.

00:35:04: Ja, ich bin in ganz Deutschland unterwegs.

00:35:06: Jetzt nächste Woche auch dann in Bayern und am Rhein, in Wörter am Rhein.

00:35:12: Also man lernt ja auch so Orte kennen, von denen man gar nicht weiß, dass die gibt.

00:35:16: Nee, aber es ist toll.

00:35:17: Also man bringt ja so ein Stück Frankreich dann in die ganz unterschiedlichen kleinen Ecken in Deutschland.

00:35:22: Das finde ich ist irgendwie auch so eine tolle Botschaft.

00:35:27: Das ist jetzt, du machst jetzt, du liest jetzt sozusagen aus deinem letzten Provenz-Krimi.

00:35:32: Und wovon handelt der?

00:35:35: Die Geschichte habe ich aus Lacoste.

00:35:38: Lacoste ist auch ein Ort im Liberant.

00:35:42: Lacoste hat mich übrigens nichts mit dem Krokodil zu tun, sondern der heißt einfach so, Lacoste.

00:35:47: Und da gibt es einen Schloss und ich habe immer gedacht, irgendwie, und alle, die ich da mal hingefüttert habe und gesagt, ey, du musst mal was über die Schloss machen, das ist ja toll.

00:35:54: Und das ist total zerfallen und das ist so eine Ruine eigentlich.

00:35:58: Und da hat früher der Marquis de Sard drin gelebt und hat da auch die Tage von Sodom oder wie das hier ist geschrieben.

00:36:05: Und dann habe ich gedacht, boah, das ist echt, das ist schon hart, so, was der so veranstaltet hat da in seiner Burg.

00:36:12: Ich weiß nicht, ob das so mein Thema, sag ich, eine Biografie gelesen hat.

00:36:14: Nee, das ist so wie nicht.

00:36:15: Und da hab ich aber rausgefunden, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es im Jahr ist, dass es in den Jahr ist, dass es in den Jahr ist, dass es in den Jahr ist, dass es in den Jahr ist, dass es in den Jahr ist, dass es in den Jahr ist, dass es in den Jahr ist, dass es in den Jahr.

00:36:43: Andreas Kaufmann, Johannes Kaufmann, der Tenoa, Jonas Kaufmann.

00:36:47: Und die lesen dann da so, dieses Kulturfest, wir wollten ja ganz groß machen, weil er sehr kulturell interessiert war.

00:36:53: Der ist, ich glaube, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr ist es, im Jahr.

00:37:10: dann war es für mich nicht mehr weit.

00:37:13: zum letzten Schritt zu Fast Fashion.

00:37:15: Dann ist es ein bisschen gesellschaftskritisch geworden, weil ich diese Fast Fashion Kultur, wenn man überhaupt von Kultur sprechen kann, als zum Thema gemacht habe.

00:37:25: Da gibt es ein Model, der soll da die letzte Kollektion des verstorbenen Pierre Carderf vorführen und die verschwindet.

00:37:34: Und in der Zeit kommt heraus, dass die sich schon lange auf den Absprung der Modebranche verständigt hat und jetzt sich gegen Fast-Fashion stellt und Sekretärn-Mode machen will und schon ein Riesen-Netzwerk hatte.

00:37:49: Das kommt dann halt alles so ein Stück raus.

00:37:51: Das Interessanteste in diesem Ortler-Kost habe ich eine Deutsche kennengelernt.

00:37:56: Eine eighty-jährige Frau, eine Künstlerin, eine Malerin.

00:38:00: Die ist die letzte Pupo-Künstlerin der Welt oder die Einzige der Welt.

00:38:05: Und die habe ich kennengelernt, das ist eine Deutsche, die lebt da seit über zwanzig Jahren in Lacoste.

00:38:09: Und die hat ihr Grundstück genau neben dem Schloss von Pierre Kader.

00:38:14: Und dann ist sie mit mir dann da, also die Frau ist vierundachtzig, das ist Wahnsinn, die klettert da über den Zaun und sagt, komm, ich zeig dir mal das Schloss und so.

00:38:22: Da hat man eigentlich nicht hin, aber hier können wir ja rüber, ihr seht uns ja keiner.

00:38:27: großartig.

00:38:28: Und diese Frau hat so einen großen Teil beigetragen zu diesem Ufer.

00:38:32: Es gab dann Bewegungen, dass sie die Häuser und die Wohnungen zurückhaben wollten.

00:38:36: Und dass es selbst eine ganz große Kunstzene in Lacoste gab und dass Piazza alles nicht interessiert hat.

00:38:42: Und die spielt eine ganz große, ganz, ganz große Rolle in diesem Buch.

00:38:48: Die ist toll.

00:38:49: Dann werde ich mir das auch nochmal besorgen, wenn ich die anderen hier durch habe.

00:38:54: Also ich finde, ich mach das ja wirklich gerne.

00:38:57: Ich lese wahnsinnig gerne diese französischen Krimis und träumen mich dann immer so ein bisschen weg und oder höre die als Hörbücher, wie auch immer ich sie kriegen kann.

00:39:05: Und meine Idee des Podcasts ist ja auch so ein bisschen daraus entstanden, dass ich in der Britannie war und diese Britanniekrimis gehört habe und gedacht habe, das ist so toll, das kann man eigentlich, muss man das nicht nur auf Reisen machen, das kann man auch gut mal zu Hause machen, weil man dann nochmal ein ganz anderes Gefühl dafür kriegt.

00:39:23: Ja, Britanie ist auch schön.

00:39:24: Ist auch ein tolles Setting.

00:39:25: Ich kenne die auch die Banaleck-Crimis Manst, ne?

00:39:27: Genau.

00:39:29: Ja, die sind auch toll.

00:39:30: Verstehe ich.

00:39:31: Was ich ja spannend finde, vielleicht noch so zum Abschluss.

00:39:34: Ich habe mich ja doch intensiv mit dir beschäftigt und mit deinem Schaffen.

00:39:38: Du machst ja viele, viele Dinge auf einmal.

00:39:41: Was hast du denn jetzt noch für Projekte, also außerhalb des Schreibens?

00:39:46: Ja, das sind schon mehr Projekte außerhalb des Schreibens als das Schreiben selbst.

00:39:50: Ich war jetzt gerade auf der Buchmesse und da ging die Zahl rum, dass fünf Prozent aller Autoren nur davon leben können.

00:39:56: Und zu diesem fünf Prozent zähle ich auch nicht.

00:39:59: Also es gibt aber sicherlich weh, auch wenn ich ganz zufrieden bin mit dem.

00:40:03: Also mehr als ich erwartet hatte, aber trotzdem so.

00:40:06: Allein leben davor kein noch nicht.

00:40:07: Ich mache im Moment ein Film über die Musicalstadt Hamburg.

00:40:12: Hamburg ist die drittgrößte Musicalstadt der Welt.

00:40:15: nach New York und London und Westend ist Hamburg die größte.

00:40:18: Mit König der Löwen und MJ läuft er jetzt und unordert.

00:40:24: Und da habe ich zwei Studentinnen begleitet, die gerne Musikerstars werden wollen.

00:40:30: Und es gibt eine, ich habe einige Stars aus dieser Szene interviewt, der anderen den MJ-Darsteller.

00:40:38: Und das läuft am sechsohnzwanzigsten Dezember um zwanzig Uhr fünfzehn im Ende Er.

00:40:42: Neunzig Minuten über das.

00:40:49: Das mache ich im Moment.

00:40:50: und dann gibt es den Nachhaltigkeitspreis immer, der wird in Düsseldorf verlieren, dafür mache ich die Einspielfilme, also so Matzen, so drei, dreieinhalb Minuten, ich habe es gerade für den Bayerischen Fernsehpreis, der eigentlich der blaue Panther heißt, die Einspielfilme gemacht.

00:41:05: und dann gibt es die MCDF, den Quiz-Champion, das ist so eine Sendung mit Johannes Bekaner, so ein Quiz, wo einen Quiz gegen Profis gewinnen muss, die aus ihrem Bereich sind, der muss mehr wissen als die.

00:41:16: Und dann mache ich auch mal die Einspieler und das mache ich nächstes Jahr noch ein Film bei ein Harzt aus Finnscharité.

00:41:24: Also es ist viel.

00:41:25: Ja, das stimmt.

00:41:26: Und ich mache ein Podcast.

00:41:28: Darf ich das noch kurz sagen?

00:41:30: Ich mache auch einen Bücher-Podcast mache ich.

00:41:32: Der ist zweimal ein Buch, weil ich einen guten Freund von mir habe und wir sind Männer, die gerne lesen.

00:41:36: Das ist irgendwie scheinbar selten geworden und deswegen haben wir das so... Wir resetzieren immer alle zwei Wochen jeder Einbuch.

00:41:45: Das stimmt.

00:41:45: Das habe ich in der Vorbereitung auch gelesen.

00:41:47: Und da gab es noch eine ganz schöne Aussage von euch.

00:41:51: Das fand ich sehr sympathisch, dass ihr sagt, wir empfehlen nur Bücher, wir machen keine Verrisse.

00:41:57: Ich finde, das passt so ein bisschen zu unserer Einstiegsfrage, dieses, ne, das Schöne nach Vorholen, nach Vorne holen und nicht in diese Negativität zu fallen, sondern immer zu gucken.

00:42:06: Das ist, finde ich, auch was ganz, ganz typisch Französisches.

00:42:09: Ja, das stimmt.

00:42:10: Das habe ich auch gelesen.

00:42:11: Du hast gesagt, eine Essenseinladung in Südfrankreich ist die Vorstufe zu einer Freundschaft.

00:42:16: Das fand ich

00:42:17: ein so

00:42:18: tollen Satz.

00:42:20: Deswegen habe ich jetzt gedacht, lieber Andreas, ich würde dich gerne einladen.

00:42:23: Wir machen ja in unregelmäßigen Abständen eine so genannte Tabletod, eine Gästetafel von Tour Exquisit in verschiedenen Restaurants.

00:42:33: Und wenn das das nächste Mal in Hamburg ist, dann würde ich dir mal gerne bescheiden.

00:42:37: Ich komme gerne.

00:42:38: Wir haben auch nicht ... Super, vielen Dank für die Einladung.

00:42:41: Ich liebe so.

00:42:42: Ich war sogar mal in einer französischen Botschaft eingeladen.

00:42:45: Ich auch.

00:42:45: Von Attu France.

00:42:46: Was, warst du da auch?

00:42:47: Da war ich auch, letztes Jahr.

00:42:49: Ja, letztes Jahr war ich da nicht.

00:42:50: Das war ein paar Jahre her bei mir.

00:42:52: Ja, ich war da letztes Jahr.

00:42:53: Das war toll.

00:42:53: Das will ich in so einem James Bond Film.

00:42:55: Plötzlich geht da so eine Wand hoch und dahinter ist dann da halt so die Tafel.

00:42:58: Und so war das bei euch auch.

00:42:59: Das war unglaublich.

00:43:01: Mit unserem Superkoch.

00:43:03: Wir haben nicht über Weinen gesprochen,

00:43:07: eigentlich.

00:43:08: Wir haben noch mehr Themen.

00:43:09: Ich starte ja den Podcast erst, das heißt, wir können das gerne noch mal vertiefen.

00:43:13: Toll,

00:43:13: dass du das machst übrigens, finde ich super.

00:43:15: Ich freue mich drauf.

00:43:16: Auch auf die anderen Folgen natürlich.

00:43:18: Ja, das freut mich.

00:43:19: Dann danke ich dir sehr, dass du da warst und ich hoffe, wir machen das bald nochmal.

00:43:24: Ich freue mich.

00:43:24: Danke, Anche.

00:43:25: Wie

00:43:30: schön, dass Andreas Heinecke heute bei uns am Tisch saß und uns mitgenommen hat in seine Provence, voller Lavendel, Geschichten und Rosé.

00:43:38: Wenn Sie Lust bekommen haben, selbst durch den Libérent zu reisen, finden Sie passende Reisen auf Tourexquisit.

00:43:45: Im Newsletter teilen wir außerdem Andreas persönliche Tipps vom Lieblingsmarkt über einen ganz besonderen Kaffeeplatz bis zum schönsten Ort für den Apéro im Abendlicht.

00:43:55: Merci, dass Sie dabei waren.

00:43:56: Abiento, Bayertable.

Kommentare (1)

Alexander

Hat Spaß gemacht!!! Habe beim Hören viele bekannte Orte wiederentdeckt und wunderbare Erinnerungen aufgefrischt. Das war ein richtig schönes Gespräch, das Lust auf weitere Tage in der Provence gemacht hat. Bin gespannt auf die nächste Folge

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