Zwischen Bergdörfern und Cannes – mit Krimiautorin Christiane Dreher
Shownotes
In dieser Folge:
- Neuanfang in Frankreich: vom Biobauernhof zum Leben an der Côte d’Azur
- Bergdörfer, Nähe und soziale Dynamiken: was man erst „vor Ort“ versteht
- Cannes zwischen Glanz und Alltag – und wie man sich darin bewegt
- Essen, Märkte, Tischkultur: warum der Familientisch oft mehr erklärt als jede Sehenswürdigkeit
- Schreiben, Beobachten, Leben in Südfrankreich
- Individualreisen Provence & Côte d’Azur (Anfrage/Überblick): [LINK EINSETZEN]
**Nächste Folge:
Nächste Woche erscheint außerplanmäßig schon die nächste Folge: eine Weihnachtsgeschichte – darin erzähle ich, wo ich vor 20 Jahren war und was das mit Tour Exquisit zu tun hat.**
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Transkript anzeigen
00:00:15: Aus Trauer über eine verflossene Liebe zog sie für ein Jahr von Köln auf einen Biobauernhof in Südfrankreich. Ohne Plan, nur mit dem Wunsch, wieder zu sich selbst zu finden. Aus diesem einen Jahr wurde ein neues Leben. Heute lebt sie in Cannes, ist mit einem Franzosen verheiratet und schreibt als Christine Cazon erfolgreiche Frankreich-Krimis, die auf der Bestsellerliste standen. Darin ermittelt ihr Kommissar Léon Duval an der Côte d’Azur, zwischen Filmglanz, Meer und ganz alltäglichem Frankreich. Wie sie dieses Leben zwischen zwei Welten erlebt, woran sie als Nächstes arbeitet und welche Tipps sie für alle Fans der Côte d’Azur hat, darüber sprechen wir heute. Bienvenue, Christiane Dreher. Hallo, schön, dass ich da sein darf. Das freut mich auch sehr. Frau Dreher, wann haben Sie das letzte Mal etwas zum ersten Mal gemacht?
00:01:04: Gerade diesen Podcast vielleicht, ja. Das ist ganz neu, das habe ich noch nie gemacht. Ach, das ist ja schön. Ich habe mir vorgenommen, so oft wie möglich Dinge zum ersten Mal zu tun. Das muss nicht immer ein Neuanfang sein, es reichen auch kleine Dinge, die man neu ausprobiert. In Ihrem Leben gab es aber einen echten Neuanfang, der vielleicht eher als Auszeit geplant war. Erzählen Sie doch mal: Welches Bild kommt Ihnen sofort in den Kopf, wenn Sie an Ihr erstes Jahr in Frankreich auf dem Biobauernhof denken? Der Anfang, also die Hinfahrt – das war so aufregend. Ich hatte eigentlich sehr romantische Vorstellungen von diesem Hof, von diesen Bergen und von diesem Tal. Ich wusste eigentlich gar nichts. Man hatte mich am Flughafen abgeholt, ein junger Mann fuhr mich diese immer enger werdenden Serpentinen hinauf, immer weiter in die Berglandschaft. Und dann landeten wir auf einem Bauernhof. Ich war sehr schockiert. Es war sehr einfach, sehr alternativ, und ich dachte: Oh Gott, wo bin ich hier gelandet? Das war alles so anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Und wann war das genau?
00:02:13: Das war genau vor 20 Jahren. Ich bin dieses Jahr 20 Jahre in Südfrankreich. Wie haben Sie sich damals verständigt? Sie konnten, glaube ich, noch gar nicht so richtig Französisch, oder? Nicht so fließend? Nee, das war auch eine große Selbstüberschätzung. Ich dachte, mein Schulfranzösisch reicht aus. Ich dachte auch, wenn ich vier Wochen dort mitlebe und nur von Franzosen umgeben bin, dann würde das ganz automatisch fließend werden – ich würde innerhalb von vier Wochen fließend Französisch sprechen und lesen und mich verständigen können. Und es war eine große Enttäuschung, dass das nicht der Fall war, dass ich wirklich lange Zeit stumm war, weil ich mich nicht ausdrücken konnte, und auch vieles nicht verstanden habe. Es waren ja so viele Leute auf diesem Hof.
00:03:02: Die redeten alle gleichzeitig beim Mittagessen, und ich verstand nichts. Ich musste mich wahnsinnig auf eine Person konzentrieren, aber die redeten alle gleichzeitig. Das war am Anfang wirklich sehr verstörend, wie wenig ich eigentlich verstanden habe und wie wenig ich kommunizieren konnte. Das war also im Hinterland von Nizza. Die Seealpen liegen ja dort im Hinterland, sehr einsam, soweit ich weiß. Kleine Bergdörfer. Ja, das ist zwei Stunden von Nizza entfernt und hat wirklich überhaupt nichts mit Nizza und der Côte d’Azur zu tun. Das ist sehr alpin, das sind wirklich klitzekleine Bergdörfer, abgelegene Weiler, abgelegene Höfe. Das ist eine ganz andere Welt.
00:03:48: Das war aber ja auch das, was Sie eigentlich gesucht haben: eine andere Welt. Ja, aber tatsächlich hatte ich eine, sagen wir mal, sehr viel romantischere Vorstellung von diesem Bauernhof und diesem Landleben. Und es war sehr rau. Was ich alles nicht bedacht hatte: dass es nicht nur eine wunderbare Landschaft und ein großer, weiter Himmel ist, sondern dass da Tiere sind, dass Tiere riechen, dass dort Käse gemacht wird und es nach fermentierter Milch riecht. Alle möglichen Ausscheidungen von Tieren, Misthaufen – all diese Gerüche hatte ich nicht mit einbedacht. Das war sehr, sehr fremd. Was war das Ungewöhnlichste, was Sie dort gemacht haben? Alles. Wir sind ausgerissenen Kühen hinterhergelaufen, wir sind ausgerissenen Schweinen hinterhergelaufen.
00:04:43: Ich habe Kühe gemolken, ich habe Käse gemacht. Das waren alles Dinge, die so jenseits dessen waren, was ich vorher gemacht hatte. Das war alles ungewöhnlich. Auf diesen großen Feldern Unkraut jäten, unter riesigem blauem Himmel. Das war alles neu, alles fremd. Das hört sich fremd an, aber irgendwie auch ganz schön. Was hat Ihnen denn besonders gut gefallen? Ja, auch alles. Es erdet einen – das ist so ein Standardwort, aber tatsächlich: diese Ruhe, diese Weite, diese unglaubliche Landschaft, die einen umgibt, wenn man draußen ist. Dieses Langsame:
00:05:26: Man arbeitet, isst lange zu Mittag, macht ein Mittagsschläfchen, arbeitet weiter, isst wieder, redet und ist einfach da. Das ist ein ganz langsamer Rhythmus. Manchmal war mir das alles zu langsam. Ich kam aus der Stadt, ich war gewohnt, dass jetzt noch etwas gemacht werden muss. Und im Sommer gibt es diese Sommergewitter: Da bricht alles zusammen, es regnet so stark, der Strom fällt aus, man kann überhaupt nichts machen. Dann sitzt man da, trinkt seinen Tee und redet, und das war es für den Nachmittag. Mich auf diesen langsamen, naturgebundenen Rhythmus einzulassen – und auch darauf, dass man trotz allem jeden Tag raus muss, die Tiere füttern, die Kühe melken, Käse machen –, aber alles so heruntergefahren, nicht diese Stadtnervosität, sondern eine ganz ruhige, naturbezogene Lebensweise: Das hat mir sehr gutgetan. Das haben Sie ja dann auch fortgesetzt. Sie sind nach dem Jahr in der Region geblieben. Was genau haben Sie dann gemacht?
00:06:40: Ich wollte nach diesem einen Jahr einfach nicht mehr zurück. Ich hatte tatsächlich ein Angebot, zurückzugehen und im Verlag weiterzuarbeiten, und habe gesagt: Das will ich nicht mehr. Ich wollte einfach bleiben. Ich wollte nicht mehr zurück in diese Stadtnervosität. Ich hatte das Gefühl, dieses Jahr hat mir so gutgetan. Ich wusste gar nicht so genau, was ich machen will, aber ich wollte nicht mehr zurück in das andere Leben.
00:07:03: Dann habe ich alles Mögliche gemacht, was man so macht. Es war einfach eine Entscheidung für eine Lebensform, und dann arbeitet man dort, wo es Arbeit gibt. Ich habe Märkte gemacht, ich habe Käse ausgeliefert, und beim Käseausliefern habe ich einen Aubergisten kennengelernt, also jemanden, der in einem Nachbardorf eine kleine Auberge wiedereröffnet hatte. In den habe ich mich verliebt, und mit ihm habe ich dann zusammen eine kleine Auberge in einem anderen, ebenso abgelegenen Bergdorf eröffnet. Was genau ist eine Auberge? Ist das ein Restaurant, oder gibt es dort auch Übernachtungsmöglichkeiten? Das ist ein ganz kleines Gasthaus mit Übernachtungsmöglichkeit. Wir hatten zwei Zimmer, im dritten Zimmer haben wir selbst gewohnt. Und wir hatten in der Auberge 16 Plätze und im Sommer auf der Terrasse noch ein paar Tische und Stühle. Aber es ist eine ganz kleine Gasthauseinheit, die im Französischen eben Auberge heißt. Gasthaus mit Übernachtungsmöglichkeit. Das heißt, da waren dann meistens Einheimische zu Gast, oder auch viele Touristen?
00:08:18: Na ja, das ist 20 Jahre her, oder 19. Das hat sich mit dem Internet, das aufgekommen ist, sehr verändert. Damals gab es noch kein Internet. Es kamen sehr viele Wanderer, die dort eine Nacht übernachtet haben. Und es kamen viele Einheimische, auch die Leute aus dem Dorf, und das hat sich in den anderen Dörfern ein bisschen herumgesprochen. Es war eine Mischung aus Einheimischen und Wandertouristen. In der Sommersaison sind viele Touristen da, aber den Rest des Jahres lebt man viel mit den Einheimischen, mit den Menschen aus den Nachbardörfern, die zum Essen kommen. Das heißt, da ist man sehr dicht dran an diesem ganzen Dorfleben. Ja, das ist ja so klein. Wir waren nur 30, die das ganze Jahr über dort gelebt haben. Diese wenigen Leute im Tal kennt man alle, mit denen lebt man ganz dicht zusammen. Das ist einerseits sehr schön, aber natürlich auch eine soziale Enge. Alle wissen alles, und alle mischen sich auch überall ein. Zum Beispiel wissen alle besser, wie man eine Pâté macht.
00:09:33: Da gibt es Leute, die bis in die Küche gestiefelt kommen, um einem zu sagen, dass man es mit dem Gewürz vielleicht besser gemacht hätte. Alle sind ständig präsent. Das ist ein sehr intensives Dorfleben, und man muss mit diesen Menschen intensiv zusammenleben, weil sie da sind. Es geht nur mit den Menschen. Wenn einem das zu viel ist, wenn einem die Menschen nicht liegen, kann man dort nicht bleiben. Das hatte ich auch gelesen, dass Sie das mal in Ihrem Blog so beschrieben haben: Man kann sich zwar mal zurückziehen, aber grundsätzlich ist eigentlich immer jemand da, der Kontakt haben möchte. Mir war vorher nicht so bewusst, wie viel Freiraum und wie viel Alleinsein ich brauche. Und Frankreich ist einfach ein sehr soziales Land. Dieses Zusammensein, dieses Miteinanderreden – dass man allein sein möchte, wird gar nicht so verstanden. Ich habe mich manchmal mit einem Buch nach draußen gesetzt, aber in dem Moment, in dem man sich mit einem Buch nach draußen setzt, setzt sich jemand dazu, weil er mit einem reden will. Dass man mit einem Buch draußen allein sein will, wird gar nicht verstanden. Das soziale Leben ist sehr viel wichtiger und sehr viel präsenter als in Deutschland.
00:10:42: Ich glaube, es ist auch sehr viel wichtiger als die eigentliche Arbeit. Von den Franzosen sagt man ja immer, sie arbeiten, um zu leben, und nicht umgekehrt. Genau, das ist tatsächlich so. Auch später, wenn ich Texte abzugeben oder Termine einzuhalten hatte, wurde das immer weggewischt: Ach, jetzt komm, setz dich erst mal zu uns, wir trinken erst mal etwas, das kannst du auch morgen noch machen oder ein andermal. Und da kommt dann mein deutsches, termingerechtes Arbeiten, das für mich immer noch wichtig ist. Und dieses soziale Leben, dieses Zusammensitzen, dieses Gesellige, das für die Franzosen immer viel wichtiger ist – da knirscht es immer ein bisschen. Das kann ich verstehen. Sie haben dann einen schweren Schicksalsschlag erlebt, Ihr Partner ist verstorben, und dann sind Sie von dort aus nach Cannes gezogen. In welchem Moment haben Sie das entschieden?
00:11:40: Das war gar nicht gleich, sondern sehr viel später, ein Jahr später. Tatsächlich waren die Leute in diesem Bergdorf so lieb zu mir. So viel Hilfe, so viel Unterstützung und so viel menschliche Zuwendung habe ich, glaube ich, selten vorher erlebt. Das ganze Dorf hat mich adoptiert. Der Bürgermeister – das muss man sich vorstellen, eine klitzekleine Gemeinde, die noch selbstständig ist und einen Bürgermeister hat – fragte mich damals: Was willst du jetzt machen? Ich sagte: Ich weiß es noch nicht. Und er sagte: Solange du es nicht weißt, bleibst du bei uns, ziehst in eine von diesen kleinen Ferienwohnungen und bleibst einfach hier. Es gab einen klitzekleinen Job bei der Gemeinde, in dem ich gearbeitet habe. Die haben mich praktisch getragen, aufgefangen, und so bin ich noch eine Weile geblieben.
00:12:40: In all meiner Traurigkeit. Und dann habe ich bei einem dieser Feste jemanden kennengelernt. Mir wurde jemand vorgestellt, wir kamen ins Gespräch über Literatur und Kriminalromane, und der Herr hat mich gefragt, ob ich etwas für ihn übersetzen könnte. Da habe ich Ja gesagt. Das war so ein Impuls, bei dem ich gedacht habe: Ach, das könnte ein Weg heraus sein aus diesem landwirtschaftlichen Leben, in dem ich auch sehr viel körperlich gearbeitet habe. Ich war ja nun auch schon Mitte 40 und spürte, dass ich das nicht mein ganzes Leben lang so machen kann.
00:13:19: Ich komme ja eigentlich aus der Literatur, und ich dachte, da öffnet sich gerade eine Tür für eine andere Möglichkeit, in Frankreich etwas zu tun. So habe ich angefangen, für diesen Herrn Texte zu übersetzen. Und das ist auch das Tolle in Frankreich, dieses Unkomplizierte: Ich bin ja keine Übersetzerin. Ich habe einfach angefangen und es so gut gemacht, wie ich konnte. Dann sind auch andere auf mich zugekommen und haben gefragt: Wenn du sowieso übersetzt, könntest du uns nicht das und jenes übersetzen? So bin ich erst mal ins Übersetzen gekommen. Das war ein weiterer Neuanfang in Südfrankreich. Und diesem Herrn, meinem ersten Arbeitgeber auf diesem Gebiet, wenn Sie so wollen, habe ich mich mehr und mehr angenähert. Er hat mir dann angeboten, nach Cannes zu ziehen, damit ich mehr Kunden akquirieren und vielleicht auch in ein anderes, kulturell interessanteres Leben kommen kann. Und das habe ich gemacht.
00:14:17: Aus diesem Herrn wurde dann mein zweiter Partner und Ehemann. Das war dann ein gutes Jahr später. Es war noch relativ früh, ich war immer noch voller Trauer. Aber es war ein Neubeginn, noch einmal ein Neubeginn in Cannes. Und das ist ja, wie Sie es beschreiben, ein krasser Wechsel von einem Bergdorf mitten im Nirgendwo. Wenn wir an Cannes denken, haben wir sofort Filmfest, Glitzerwelt und so weiter vor Augen. Dieser Schock vom Bergdorf nach Cannes – wie war das für Sie? Woran mussten Sie sich am meisten gewöhnen? Genau daran. Einerseits dachte ich: Ich komme ja aus der Stadt, mein Französisch war inzwischen auch ein bisschen besser, Stadtleben kann ich. Aber tatsächlich hat mich Cannes genau wegen dieser Glitzerwelt sehr eingeschüchtert. In den Bergen hatte ich gerade gelernt, dass es eigentlich völlig unwichtig ist, wie man angezogen ist. In den Bergen läuft man einfach sehr pragmatisch angezogen herum. Wichtig ist, dass man es warm hat, und niemand schaut, ob man geschminkt ist oder eine hübsche Handtasche hat – das interessiert da oben überhaupt keinen. Und in Cannes war das plötzlich wieder wichtig.
00:15:35: Man geht hier in Cannes ins Kino, und die Leute sind herausgeputzt. Das hat mich sehr irritiert. Man wird wieder angeschaut: wie man angezogen ist, ob man das richtige Handtäschchen hat, ob man elegante Schuhe trägt. Da oben in den Bergen kümmert sich kein Mensch darum, wie man aussieht, da ist wichtig, wie man ist, wer man ist. In Cannes ist wieder wichtig, wie man aussieht, und wer ich wirklich bin, interessiert im ersten Moment überhaupt niemanden. Inzwischen weiß ich natürlich, dass es in Cannes auch ein anderes Leben gibt, aber man sieht halt sehr viel von diesem Luxustourismus. Man sieht sehr viel Reichtum, Modeboutiquen, unglaubliche Handtaschenläden. Das waren alles Dinge, die mich sehr schockiert haben – dass das jetzt plötzlich mein Leben sein sollte. Und wie sind Sie damit umgegangen? Gab es etwas, das Ihnen geholfen hat, sich zurechtzufinden?
00:16:25: Zwei Dinge. Cannes hat einerseits das Meer. Das ist sehr schön: morgens ans Meer zu gehen, vielleicht noch vor allen anderen, am Meer entlangzulaufen, zu schwimmen, die Füße in den Sand zu graben. Und diese milden Temperaturen, auch im Winter. Wenn ich jetzt zum Beispiel aus dem Fenster schaue: Wir haben November, und der Himmel ist blau. Das ist schon sehr schön. Was mir tatsächlich geholfen hat, war das Angebot, Kriminalromane zu schreiben, die an der Côte d’Azur spielen. Das hat mich quasi gezwungen, mich auf diese Stadt, die auf den ersten Blick so unnahbar erscheint, wirklich einzulassen und zu schauen: Was passiert denn hier? Wie lebt man hier? Mich nicht nur von diesen Jachten und den Luxusboutiquen auf der Croisette einschüchtern zu lassen, sondern hinzuschauen und verstehen zu wollen, wie Cannes als Stadt, als Kleinstadt, wirklich funktioniert, wer hier lebt und wie man hier lebt. Das hat mir wirklich geholfen. Und dieses Angebot kam von dem Verlag, bei dem Sie vorher in Köln gearbeitet haben? Ja, genau.
00:17:33: Die suchten also praktisch jemanden, der französische Krimis aus der Region schreibt. Wie haben Sie das gemacht? Haben Sie angefangen zu recherchieren? Besuchen Sie jeden Ort? Beschreiben Sie die Schauplätze ganz genau? Ja, genau. Das war mir ganz wichtig. Ich dachte: Ich lebe hier, ich möchte Cannes, die Côte d’Azur, den Süden Frankreichs richtig erzählen. Ich möchte nicht einfach nur eine hübsche Kulisse schaffen,
00:18:06: sondern wirklich verstehen und weitergeben, quasi Kultur vermitteln: wie das hier funktioniert, wie die Leute hier leben, und die Orte. Ich habe auch immer versucht, Orte zu beschreiben. Da gehe ich natürlich hin, schaue mir das an, lasse mich inspirieren und spreche mit Menschen vor Ort. Ich versuche wirklich, Cannes zu zeigen, auch Orte in Cannes, die man als Tourist, der zwei oder drei Tage durchreist, vielleicht nicht sieht.
00:18:34: Es war mir wichtig, wirklich das echte Leben hier zu zeigen. Ich habe gelesen, dass die Romane teilweise auch ins Russische übersetzt sind. Gibt es sie auch auf Französisch? Nein, auf Französisch gibt es sie leider nicht. Auf Russisch ja, aber nur die ersten vier Bände. Das ist durch den Ukraine-Krieg leider gestoppt worden, danach ging es nicht weiter.
00:19:00: Dass es sie nicht auf Französisch gibt, hat auch damit zu tun, dass Cannes eine kleine Stadt ist.
00:19:05: Hier kennt langsam jeder jeden, und ich wollte in Ruhe hier leben und in Ruhe recherchieren können. Ich wollte mit Leuten sprechen können und nicht das Gefühl haben, dass man denkt: Ach, das ist die Autorin, die will wieder irgendwas wissen – und die Leute wollen mir dann nichts erzählen. Ich wollte eigentlich sehr unerkannt hier leben. Und ich erzähle wirklich Dinge, die hier stattfinden. Natürlich ändere ich die Namen und die Charaktere, wenn jemand blond ist, mache ich ihn vielleicht rothaarig. Aber ich erzähle viel aus dem Leben, auch aus dem politischen Leben und dem Hintergrund hier in Cannes. Da fließt viel mit ein, und ich wollte das gerne erzählen, aber trotzdem weiterhin unerkannt arbeiten können. Das heißt, die Menschen in Cannes in Ihrer Umgebung, vielleicht bis auf die engste Familie, wissen gar nicht, dass Sie Bücher schreiben? Ein paar wissen es, weil ich das eine oder andere Restaurant erwähnt habe. Da sind tatsächlich mal die Besitzer auf mich zugekommen und haben gesagt: Sie haben über uns geschrieben. Und ich habe gesagt: Ja, ich hoffe, es ist Ihnen recht. Ich hatte vorher nicht gefragt, sondern es einfach gemacht. Ich habe oft nicht den richtigen Namen genannt, sondern nur die Umstände beschrieben, die Straße. Und häufig sind Leser wohl mit meinem Buch in ein Restaurant gegangen und haben gesagt: Ich habe es gefunden.
00:20:31: Ich beschreibe also schon Dinge, die es hier gibt. Aber außer meiner engsten Familie wissen die Leute tatsächlich nicht, dass ich Kriminalromane schreibe. Das ist ja eigentlich ein schöner Moment. Haben Sie schon mal jemanden gesehen, der irgendwo mit Ihrem Buch herumläuft? Ich persönlich habe noch niemanden mit meinem Buch gesehen. Aber ich habe hier schon Leute kennengelernt, die mich anhand von Fotos erkannt haben – manchmal auch in Situationen, in denen es mir nicht so recht ist, morgens am Strand oder beim Essen. Und was war das für ein Gefühl, als Sie das erste Mal einen Titel von sich auf der Bestsellerliste gesehen haben? Ach, sehr unwirklich. Das ist am Anfang sehr, sehr abstrakt. Ich hatte einerseits viel Angst davor, was passieren würde: Wird es einen großen Rummel geben? Wird mich das überfordern? Ich hatte keine Ahnung. Aber letzten Endes hielt sich alles in überschaubaren Grenzen. Die Serie um Kommissar Duval ist jetzt aber beendet, hatte ich gelesen. Ist das richtig, oder ist das noch nicht ganz klar? Ich brauchte eine Pause.
00:21:41: Man schreibt einen Krimi, der noch gar nicht veröffentlicht ist, und schreibt schon am nächsten. Das war ein sehr intensiver Rhythmus, und ich brauchte eine Pause. Der Kommissar beschließt im letzten Krimi, dass er vielleicht kündigt – ich sage mal: vorübergehend. Nicht verraten, ich höre gerade die Hörbücher und bin mittendrin. Das macht aber nichts. Das heißt aber, er kann theoretisch auch wiederkommen? Er kann wiederkommen. Aus persönlichen Gründen habe ich momentan kein großes Schreibprojekt auf dem Schreibtisch,
00:22:25: sondern bin mit kleineren Texten beschäftigt. Der Kommissar hat ja, das habe ich auch gelesen, in einigen Punkten ein wenig Ähnlichkeit mit Ihrem Ehemann.
00:22:39: Ja. Das bringt mich zum Thema der – ich weiß gar nicht, wie man das sagt – cannoisischen Großfamilie. Das finde ich ganz schön. Sie haben beschrieben, schon für das Bergdorf und jetzt auch für Cannes, dass dieses Recevoir, dieses Feiern, Einladen und Eingeladenwerden, eine riesige Rolle spielt. Das kann ich mir sehr gut vorstellen, und bei uns gibt es im Prinzip kein Interview ohne Kulinarik. Deswegen meine Frage: Wenn Sie einladen, kochen Sie oder Ihr Mann, oder kochen Sie gemeinsam? Nein, ich koche. Mein Mann macht den Wein auf. Ich hatte gerade letzte Woche die Familie zu Besuch, weil Herbstferien waren und die beiden inzwischen großen angeheirateten Enkelkinder da waren. Die studieren in Lyon. Und dann lädt man ein. Wenn die Familie einmal komplett da ist, ist klar, dass man sie einlädt. Einen Tag isst man bei uns, am nächsten Tag bei jemand anderem, und dann folgt wirklich ein üppiges Essen auf das andere. Ich koche dann. Ich bin immer noch gestresst, wenn ich für so große Gruppen kochen muss, und je festlicher es wird, desto stressiger finde ich es. Aber ich mache es, inzwischen auch gerne und mit sehr viel Ehrgeiz, sagen wir mal so.
00:24:01: Ich möchte, dass es gut wird. Ich versuche wirklich, dass es gut wird. Wie viele Personen sitzen dann am Tisch? Wir waren jetzt zehn, und das ist auch
00:24:11: das Maximum, das ich hier verköstigen kann. Geplant waren eventuell elf oder zwölf, die hätten wir auch noch irgendwie an den Tisch gekriegt. Wenn zehn satt werden, werden auch zwölf satt, das kriegt man schon hin. Aber es waren jetzt zehn Personen. Und was gab es? Choucroute garnie. Das ist dieses klassische elsässische Sauerkrautessen mit sehr viel Charcuterie, also mit Würsten, geräucherten Würsten und geräuchertem Fleisch. Das wünscht sich meine Familie schon, seit ich mit ihnen zusammenlebe. Ich habe das immer abgewehrt, weil ich gesagt habe: Das ist gar nicht deutsch, das ist elsässisch, und ich kann das auch nicht. Und es ist auch nicht mein Lieblingsessen.
00:24:53: Aber es wird uns Deutschen zugeschrieben, und ich habe jetzt also eine riesige Menge Sauerkraut gekocht. Und diese geräucherten Würste – hier gibt es ja unterschiedliche, die sehen alle gleich aus, schmecken aber alle ein bisschen anders. Würste und geräuchertes Fleisch werden zusammen gegart, und dann trägt man eine riesige Platte auf. Und wo gehen Sie dafür einkaufen? Gibt es besonders schöne Märkte? Ja, es gibt Märkte. Frankreich hat mich diesbezüglich sehr verändert. Ich kaufe nicht mehr so gerne im Supermarkt ein, obwohl es da gemessen an Deutschland ein riesiges Angebot gibt – zum Beispiel unendlich lange Regale voller Käse. Allein der abgepackte Käse ist so reichhaltig, das kann man sich gar nicht vorstellen. Und dann gibt es in jedem Supermarkt noch eine Käsetheke, eine Frischwursttheke und eine Fischtheke. Das ist einfach unglaublich. Aber gerade wenn ich einlade, kaufe ich tatsächlich gerne
00:25:55: auf Märkten ein. Oder es gibt einen Supermarkt, der heißt Grand Frais, der sehr viel Frisches in besonders guter Qualität anbietet. Und man braucht einen guten Metzger. Für diesen Metzger fahre ich tatsächlich bis in die Nachbarstadt, in ein kleines Städtchen nebenan. Man sucht wirklich gute Qualität. Mir war vorher nicht so bewusst, welche Unterschiede es gibt – zwischen Zucker und Zucker, zwischen Butter und Butter, bei Äpfeln. Für mich waren viele Dinge einfach
00:26:30: na ja, halt Äpfel. Aber nein, es gibt so viele Unterschiede. Für einen besonderen Kuchen braucht man besondere Äpfel. Das Einkaufen für ein Essen nimmt manchmal einen ganzen Tag in Anspruch, weil man an so viele Orte muss, um bestimmte Dinge zusammenzubekommen. Und wenn Sie nicht – in Anführungsstrichen – kochen müssen, sondern ausgehen: Wo findet man Sie? Wo gehen Sie in Cannes gerne essen? Ach, das ist ganz schwierig. Es gibt sehr viele Restaurants, die schnell wieder weg sind. Wir hatten ein kleines, süßes Bistro gefunden, das von einer Cannoise geführt wurde, einer jungen Frau aus einer Familie aus Cannes. Dorthin habe ich auch meinen Kommissar am Ende gerne geschickt. Sie war etwa zehn Jahre da, jetzt hat sie das Restaurant verkauft und ist nicht mehr da. Das hinterlässt immer eine Leere. Das war unser kleiner Ort fürs Mittagessen.
00:27:28: Es gibt ein kleines Restaurant, das ich nach wie vor sehr schätze, das ist in Théoule, also gar nicht in Cannes. Und es gibt ein Restaurant in Le Cannet.
00:27:38: Es gibt auch ein, zwei Restaurants, in die auch Touristen gehen, in denen es trotzdem noch ganz angenehm ist. Aber es ist schwierig. Manchmal geht man an ein Restaurant am Meer. Da zahlt man oft viel fürs Ambiente, aber es ist einfach wunderbar, mit den Füßen im Sand zu sitzen, aufs Meer zu schauen, die Wellen rauschen zu hören und zu essen. Das ist vielleicht nicht das tollste Restaurant, aber ein schönes Ambiente. Das machen wir auch manchmal, das ist sehr schön. Was sind die größten Unterschiede zwischen dem Leben in Frankreich und in Deutschland? Sie haben ja schon gesagt: weniger pünktlich getaktet, mehr auf Geselligkeit ausgerichtet. Gibt es sonst noch etwas? Man improvisiert hier viel. Es wird nicht geplant. Manchmal weiß ich drei Tage vor Weihnachten noch nicht, für wie viele Leute ich koche,
00:28:41: weil man einfach nicht weiß, ob der da ist und ob die kommt oder ob man etwas ganz anderes macht. Bis zur letzten Minute wird oft noch umorganisiert, oder man geht dann doch nicht dahin, sondern woandershin. Planen im deutschen Sinne kann man hier nicht. Man muss offener sein für das, was passiert, und improvisieren. Man plant auch nicht am Vortag, sondern schaut am Tag selbst, was man macht. Das war auf dem Hof schon so. Ich wollte abends immer gerne wissen, was wir am nächsten Tag machen, damit ich mich darauf einstellen kann. Das wussten die aber noch nicht, die entscheiden am Tag selbst. Das hängt auf dem Hof natürlich auch viel mit der Natur zusammen: Heute ist es trocken, dann kann man das machen; heute regnet es, dann machen wir das eben nicht. Das ist für uns Deutsche nicht ganz einfach, aber ich finde, es hat auf jeden Fall auch eine große Qualität, dieses Loslassen und einfach zu schauen, was der Tag bringt. Ja, ich habe mich daran gewöhnt. Es gibt auch immer Momente, in denen es noch ein bisschen knirscht. Gerade wenn ich wieder einen Abgabetermin habe und meine Familie meint, man müsse heute irgendetwas feiern und zusammenkommen. Ich habe das aber nicht eingeplant, denn wenn ich arbeite, dann arbeite ich und möchte nicht gestört werden. Das ist mir wichtig, und ich hatte meistens deutsche Arbeitgeber.
00:30:04: Ich merke, wie französisch ich geworden bin, wenn ich in Deutschland bin. Ich merke, wie spontan, offen, locker und ungeplant ich in meine deutsche Familie eintauche, die mit dieser Spontaneität oft nicht umgehen kann. Die möchte gerne wissen: Was machen wir denn morgen? Und ich sage: Das sehen wir morgen. Damit können sie nicht so gut umgehen. Man könnte also sagen: Sie fühlen sich in Deutschland eher als Französin und in Frankreich eher als Deutsche. Ja, ich glaube, so ist es. Ich glaube, man wird nie wirklich ganz Französin. Ich bin ja erst mit 40 oder 42 gekommen. Auch wenn ich 20 Jahre hier lebe, werde ich, glaube ich, nie wirklich Französin. Aber in Deutschland habe ich schon gemerkt, auch was meine Pünktlichkeit angeht:
00:30:53: Ich bin schon sehr französisch geworden, ja. Gibt es etwas, das Sie aus Deutschland vermissen?
00:30:59: Obwohl ich mitbekomme, dass bei der Bundesbahn auch nicht mehr alles so pünktlich läuft, vermisse ich manchmal schon pünktliche Busse oder pünktliche Züge. Oder Handwerker, die sagen, sie kommen, und dann auch kommen, sodass man nicht den ganzen Tag dasitzt und sie dann gar nicht kommen. Das ist ein Klischee, aber es ist tatsächlich so. Manchmal wünsche ich mir in Frankreich ein bisschen mehr Ordnung und in Deutschland vielleicht ein bisschen mehr Lockerheit und Spontaneität. Bedeutet Frankreich für Sie immer die Côte d’Azur, oder können Sie sich auch einen anderen Ort in Frankreich vorstellen, an dem Sie leben würden? Ich bin ja sozusagen – ich sage auf Französisch immer „parachutée“ – hier irgendwie heruntergefallen und gelandet und bin jetzt seit 20 Jahren in Südfrankreich, einerseits im Bergdorf, andererseits an der Côte d’Azur. Das sind schon zwei komplett verschiedene Welten. Den Rest von Frankreich kenne ich nur von früher, aus Urlauben, und bin nie so tief eingetaucht. Ob ich mich an einem anderen Ort noch einmal genauso wohlfühlen und eintauchen könnte, weiß ich nicht. Ich bin jetzt halt hier gelandet, und das ist der Ort, an dem ich mich auskenne und zurechtkomme.
00:32:26: Das ist ja auch eine sehr, sehr schöne Region. Und wenn ich Sie richtig verstehe, pendeln Sie immer noch ein bisschen zwischen diesen zwei Welten. Ich glaube, Sie fahren schon gerne noch mal ins Hinterland und in die Bergdörfer zurück. Wir haben da auch ein Haus. Mein Mann hat dort ein altes Schulhaus in einem Weiler ganz weit oben,
00:32:48: das der ganzen Familie gehört. Das ist im Prinzip das Sommerhaus. Und ich habe inzwischen auch eine kleine Wohnung in dem Bergdorf, in dem ich gelebt habe. Wir sind oft dort, besonders im Sommer, weil der Sommer an der Côte d’Azur wahnsinnig heiß, wahnsinnig voll und wahnsinnig laut ist. Da versucht man immer, wenn man kann, ins Hinterland zu ziehen, irgendwohin, wo es kühler ist. Und ich bin diesem kleinen Bergdorf einfach sehr verbunden. Ich habe dort sehr viel erlebt, und die Leute waren lieb und gut zu mir. Ich bin gerne dort, und ich organisiere jetzt auch wieder den Weihnachtsmarkt – das habe ich vor 20 Jahren schon einmal angefangen und mache es jetzt wieder, weil die Dame, die es inzwischen gemacht hat, krank geworden ist. Ich bin in diesem Bergdorf wirklich noch präsent und lebe, wenn ich dort bin, mit den Menschen dort. Meine französische Sozialisation hat in einem Bergdorf angefangen, und ich glaube, ich fühle mich da oben einfach mehr zu Hause und auch mehr integriert als hier in Cannes. Ich bin da sehr gerne.
00:33:56: In Cannes bin ich inzwischen auch angekommen, es war nur schwieriger. Es ist auch schön in Cannes, eine schöne, kleine, gepflegte Stadt. Die Sonne scheint, das Meer ist da, es ist ja wirklich toll. Aber es sind zwei wirklich unterschiedliche Welten, und ich bin in beiden zu Hause. Ich finde es ganz bewundernswert, wie Sie zwischen diesen beiden Welten pendeln und dass dieses Bergdorf noch so präsent ist. Das haben Sie ganz schön erklärt. Ich würde gerne in einem anderen Gespräch noch einmal über das Filmfestival in Cannes und auch über das deutsche Filmfestival sprechen, das Sie betreuen. Aber für heute haben wir, denke ich, einen sehr, sehr schönen Einblick bekommen, wie Sie leben und was die Unterschiede ausmacht. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken. Danke, ich freue mich. Bis bald. Tschüss. Au revoir. Au revoir. Wir waren unterwegs zwischen Bergdörfern und Cannes, zwischen Nähe am Familientisch und dem Glanz der Côte d’Azur. Ich mache mich jetzt gedanklich noch einmal auf den Weg zu meiner Lieblingseisdiele in Cannes und genieße diesen kleinen Moment mit Blick aufs Meer. Wenn Sie Cannes und das Hinterland selbst erleben möchten, sind meine Individualreisen in die Provence und an die Côte d’Azur genau das Richtige für Sie: im eigenen Pkw, mit privaten Unterkünften und einer Tagesplanung, die entspannt machbar ist. Den Link finden Sie in den Shownotes.
00:35:21: Nächste Woche erscheint außerplanmäßig schon die nächste Folge, eine Weihnachtsgeschichte. Darin erzähle ich, wo ich vor 20 Jahren war und was das mit Tour Exquisit zu tun hat. Lassen Sie sich überraschen. À bientôt, Ihre Antje Seele. Das war „À table!“, der Frankreich-Podcast. Heute zu Gast: Christiane Dreher. Schön, dass Sie dabei waren.
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