08_Alexander Bleick über Frankreich, Sport und Wein

Shownotes

In dieser Episode von À table! ist Alexander Bleick zu Gast – vielen bekannt als prägende Stimme des NDR Sports. Im Gespräch mit Antje Seele erzählt er von seiner ersten Frankreichreise in den 1980er-Jahren, von Olympischen Spielen in Paris, von Bordeaux-Weinen, Märkten, Radreisen entlang des Atlantiks – und von der besonderen Atmosphäre der Tour de France.

Ein Gespräch über:

  • Aufzählungs-Textgroße Sportereignisse und leise Beobachtungen
  • Frankreich als Reiseland jenseits der Klischees
  • Bordeaux, Médoc und Sauternes -Genuss, Bewegung und Zeit

🎧 Tipp: Für alle, die weniger sportaffin sind – der Frankreich- und Reise-Teil beginnt ab Minute 25:57.

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Transkript anzeigen

00:00:04: Bienvenu bei Atable, dem Frankreich-Podcast von Tour Exquisit mit Antje Seele.

00:00:10: Hier hören, schmecken und erleben sie Frankreich auf vielfältige Weise mit Menschen, die dem Land verbunden sind.

00:00:17: Wetten, sie kennen seine Stimme und haben sich schon viel öfter gehört, als ihnen bewusst ist.

00:00:23: Mein heutiger Gast ist seit vielen Jahren eine prägende Stimme im NDR-Sport.

00:00:27: Viele kennen ihn aus Live-Reportagen, und aus der Bundesliga-Konferenz.

00:00:31: Und er war mit dem ARD-Team auch bei olympischen Spielen im Einsatz.

00:00:35: Ich habe ihn vor einigen Jahren persönlich kennengelernt und ich kann bestätigen, was ich gelesen habe.

00:00:39: Er hat eine seltene Mischung aus Empathie, analytischer Schärfe und angenehmer Zurückhaltung.

00:00:45: Willkommen, Alexander Bleig.

00:00:47: Alexander, wie schön, dass du da bist.

00:00:49: Ja, so vielen Dank.

00:00:50: Das ist jetzt ja eine große Schmeichelai hier gleich zum Einstieg.

00:00:53: Danke.

00:00:55: Gerne.

00:00:56: Wir treffen uns heute nicht zufällig hier bei Ertable, Frankreich verbindet uns auch ganz konkret.

00:01:02: Alexander war mit uns in Bordeaux unterwegs, als Kunde von Tour Exquisit, und er war einer der ersten Gäste an unserer Table-Dot, unserer Gästetafel.

00:01:10: Heute sprechen wir über die schönen Dinge des Lebens, Sport, Reisen und Wein.

00:01:15: Alexander, stell dir vor, im Jahr ist es für dich, wir stehen an einer Tour de France-Etappe und nehmen live auf.

00:01:22: Wo wären wir?

00:01:23: Oah, wo wären wir?

00:01:26: Irgendwo in den Bergen, weil ich das am liebsten pürenähen, weil ich da noch nie gewesen bin, da wollte ich immer schon mal hin.

00:01:33: Ah, was müssten wir denn tun, damit das wirklich klappt?

00:01:37: Ja, also beide Zeit finden natürlich und ich muss gestehen, wahrscheinlich wäre ich auf dich angewiesen, was den Ort angeht, weil ich mich da wirklich noch nicht auskenne.

00:01:48: Aber ja, was müssten wir machen?

00:01:50: Ich glaube, wir müssten vor allem sehr, sehr rechtzeitig eine Unterkunft buchen, weil das bei der Tour de France hinhöre ich immer von den Kolleginnen und Kollegen, die dabei sind.

00:01:59: Das größte Desaster ist es ja ganz klar, die Tour macht Stationen in relativ kleinen Orten.

00:02:04: Und ja, am Ende heißt es dann, einen Riesenkost an Journalisten, an Medienvertretern, an Sponsoren dort unterzubringen.

00:02:13: Und in der Regel fahren die oft mal zwei Stunden, um dann nach der ältigen Ende der Etappe überhaupt ein Hotel zu bekommen, was sie schon ein Jahr vorher gebucht haben.

00:02:21: Also ganz einfach wird es nicht.

00:02:22: Vielleicht müssen wir kämpfen.

00:02:24: Okay, also da kommen wir am Ende des Gesprächs noch mal drauf zurück.

00:02:27: Aber die Berge finde ich schon sehr spannend.

00:02:30: Was macht die Tour de France für dich so besonders?

00:02:32: Du hast gesagt, du warst noch nie da, aber du wirst ja aus Berichterstattung und so weiter sicherlich gut kennen.

00:02:38: Ja, ich muss sagen, ich habe ganz, ganz oft und ganz, ganz viel gesehen.

00:02:41: Natürlich immer früher insbesondere den Zeiten als deutsche Athleten dauerhaft erfolgreich waren.

00:02:46: Also Jan Ulrich so in den neunzigern, da musste man das ja einfach auch koron.

00:02:50: Und ich muss sagen, dass mich natürlich das immer fasziniert hat.

00:02:53: Umsetzung dann im Fernsehen, also sprich, nicht nur den Sport abzubilden, sondern auch die Landschaft herum, mit so ein paar kleinen Exkursen, wo sind wir gerade?

00:03:03: und eben auch die Vielfältigkeit von Frankreich da dargeboten zu bekommen.

00:03:07: Und der Arzt genacht, da ist so eine Etappe, es ist immer verdammt lang.

00:03:11: Und so während der Zeit, wo normale Menschen natürlich dann auch arbeiten, sich mal da zwei Stunden oder noch mehr von Fernseher zu setzen, das schaffen glaube ich die wenigsten.

00:03:20: Und deswegen ist das in der Regel bei mir auch immer nur eine kleine Stückvisite gewesen.

00:03:24: Ja, das kann ich verstehen.

00:03:27: Gehen wir mal zurück.

00:03:28: Du sagst im Vorgespräch, du hast Frankreich das erste Mal, und zwar die Britanie mit dem Fahrrad.

00:03:36: Woran erinnerst du dich sofort?

00:03:37: Gibt es ein Ort, ein Bild, was dir sofort in den Kopf kommt?

00:03:41: Ja, Gegenwind.

00:03:42: Gegenwind ist das prägende, das prägende, was ich erinnere.

00:03:46: Wir sind von Sambrio gestartet westwärts dem Wild entgegen.

00:03:50: Und ich muss sagen, die Landschaft war toll.

00:03:52: Es war allerdings auch, jetzt, wir waren mit dem Zelt unterwegs, eine größere Gruppe damals mit dem CQNM und hatten einen kleinen VW-Bully, wo wir die Zelte zumindest drin hatten.

00:04:03: Aber mussten unsere Pack auf dem Rad transportieren.

00:04:05: und das, ich bin da mit so einem ganz normalen Herdenrad unterwegs gewesen, mit drei Gangschaltungen.

00:04:10: Und es ging rauf und runter und gefühlt.

00:04:14: bließ ein permanent ein echt heftiger Wind im Gegend oftmals auch gemixt mit ein paar Regenschauern und so, dass wir dann manchmal eigentlich auch immer froh waren, wenn wir dann irgendwann am Campingplatz, wo wir hin wollten, angekommen waren und dann die Zelte auch bauen konnten.

00:04:28: Und dann irgendwo vor Ort in der Kräberie gehen, ein bisschen aufwärmen, ein Krebsessen.

00:04:33: Das sind so, glaube ich, die prägende Erinnerungen plus.

00:04:37: An der Steilküste so das aufgepeitscht, den Meer, also von den Klippen darunter zu schauen und das Gefühl zu haben, meine Güte.

00:04:43: Wenn ich ganz weit gucke, ist da hinten irgendwo Amerika.

00:04:46: Das war schon für mich damals mit knapp zwanzig schon ein prägender Moment.

00:04:51: Ja, und gab es auch was Lustiges?

00:04:53: oder hattet ihr eine Panne?

00:04:54: Auf Raturn hat man doch eigentlich immer eine Panne.

00:04:56: Ja,

00:04:56: ja, eigentlich.

00:04:57: Ich zum Glück nicht, aber wir waren dann mit der Gruppe.

00:04:59: Ich weiß gar nicht, wie viele Leute wir waren, so von zwanzig oder so.

00:05:02: Aber ich glaube, wir hatten bestimmt ... im Ende zehn Pannen und mussten dann da flicken.

00:05:07: Gemeinschaftlich ging das ja auch, war dann ja so ganz lustig und so irgendwie wieder so Rollsplitt im Reifen oder so Gesachen.

00:05:13: Also das gab es auf jeden Fall immer.

00:05:17: Und was war dein erster Eindruck von Frankreich?

00:05:20: Ja,

00:05:20: ganz ehrlich.

00:05:21: Ja, ganz ehrlich.

00:05:23: Ich habe mich nicht wohlfühlt.

00:05:25: Und zwar fühlte ich mich nicht willkommen.

00:05:27: Also wir alle nicht.

00:05:28: Ich weiß nicht, ob es in unserer Gruppe lag, glaube ich nicht, weil die war relativ brav.

00:05:31: Wir haben da nicht medaniert auf dem Campingplatz und so.

00:05:34: Aber ich hatte das Gefühl, dass in Frankreich da doch noch zu der Zeit viele Dresden und Demos gegenüber Deutschen spürbar waren und vor allen Dingen die Tatsache... wenn man nicht gut französisch sprach.

00:05:46: Und ich hatte im Beschein, dass es schon französisch ist wie die meisten von uns.

00:05:50: Und man kam irgendwo rein in den Laden zum Bäcker und stellte sich irgendwie ein Krosson und wollte den Kaffee trinken und häufig taten ihm Menschen so, als würden sie eigentlich verstehen.

00:06:04: Und ich meine, ein Krosson zu bestellen, habe ich mir schon zugetraut.

00:06:07: Aber es war nicht so, dass man angelächelt wurde oder ... vollliches Wort bekam.

00:06:12: und da habe ich noch gedacht, meine Güte, da habe ich eigentlich auch keinen Bock mehr drauf.

00:06:16: Also muss ich mir nicht antun und ich bin da ganz, ganz viele Jahre gar nicht um Frankreich mehr gewesen, weil das schon ein prägendes Erlebnis war.

00:06:23: Ja, und das hat sich aber jetzt ja sehr geändert, wenn du das mit heute vergleist.

00:06:27: Was ist gleich geblieben?

00:06:28: Was sagst du?

00:06:29: Was hat sich total geändert?

00:06:30: Also ich

00:06:31: finde, das mag auch an, ich sag mal, dem langfreundschaftlichen Welten ist innerhalb der EU liegen, was ja auch Politiker wirklich gepflegt haben, dass sich das wirklich geändert hat, wenn noch eine andere Generation natürlich auch heute in Frankreich das Sagen hat, aus dem man auch trifft, die eben den Krieg und die Gräule, die natürlich die Deutschen in Frankreich angerichtet haben.

00:06:51: auch nicht mehr direkt selbst persönlich erlebt haben und deswegen auch entspannter umgehen und natürlich auch die Tatsache, dass sich auf Frankreich öffnen musste.

00:07:02: Und auch die Tatsache, dass man sich nur was auch mit Englisch verständigen kann, nicht mehr völlig absurd erscheint, aus sich davon zu sehen, sondern so irgendwie dazu gehört.

00:07:11: So dass ich jetzt bei meinen letzten Reisen immer das Gefühl hatte, hey, das hat toll, die Menschen sind freutlich, man versucht irgendwie die Kommunikation zu kommen und sie helfen, wenn man eine Frage hat und sich nicht ganz sicher ist mit dem Weg oder so, weil ich doch viel mit dem Rad unterwegs bin.

00:07:27: Und ja, das hat mir, also die letzten Reisen waren irgendwie gambös.

00:07:34: Was schätzt du heute an Frankreich am meisten?

00:07:37: Ja, ich glaube, es ist so eine Mischung aus der grandiosen Landschaft, dem tollen Essen, guten Weinen und einer gewissen Laissez-faire-Atmosphäre, die ich da irgendwie immer wieder spüre.

00:07:51: Dass es einfach doch ein bisschen entspannter zugeht, als ich es manchmal in Deutschland erlebe.

00:07:56: Azog.

00:07:57: wenn man mal die Essenszeiten aus Acht lässt, weil wenn man dann irgendwie um vierzehnundzwanzig irgendwo in einem kleineren Dorf ankommt mit dem Rad und möchte doch irgendwie noch eine Kleinigkeit essen, weil man sich verspielt und dann darauf verwiesen wird, dass es dann erst zum Abend wieder was gibt.

00:08:13: Das mag in Deutschland ein bisschen entspannter sein, aber das ist ja Kleinigkeit.

00:08:16: Das gehört einfach dazu.

00:08:18: Muss man sich darauf einstellen, wenn man nach Frankreich fährt, dass es ein paar Regen gibt, dann die man sich besser hält, wenn man nicht enttäuscht werden möchte.

00:08:24: Aber ansonsten sind es, glaube ich, diese Also Essen, Landschaft und diese gesamte, ja, das sind der nette Ungarn miteinander.

00:08:35: Und wie oft warst du jetzt ungefähr schon in Frankreich?

00:08:38: Ich habe es jetzt nicht gezählt, aber über zwanzigmal auf jeden Fall.

00:08:43: Ja, und eher privat oder eher beruflich?

00:08:46: So, fünftig, fünftig.

00:08:48: Wir waren beruflich oft in Frankreich, also diverse Fußball-Länderspiele.

00:08:53: Zwei mal eine bischen Spiele, zwei und neunzig in Al-Bawil, die Winterspiele dann vor vergangenes Jahr, vierundzwanzig in Paris, die grandiosen Sommerspiele.

00:09:02: Eine Schwimmweltmeisterschaft, eine leichte Editing-Weltmeisterschaft, Fußball, WN.

00:09:08: Das war für mich auch prägend.

00:09:10: Da bin ich das erste Mal so richtig im Land ganz viel unterwegs gewesen.

00:09:14: Also gefühlt jeden zweiten Tag ein Spiel, einen Reisetag, ein Spiel.

00:09:18: Und da habe ich Frankreich das erste Mal außerhalb von, ich sag mal, Paris und den Wintersportorten und mal an der Côte d'Azur, dann auch so richtig kennengelernt.

00:09:27: Also egal, ob Toulouse oder Nantes oder Montpellier oder Lille oder Lons in Nordosten.

00:09:35: Da bin ich sonst wahrscheinlich ganz hingefahren.

00:09:36: Das war schon ... extrem spannend.

00:09:38: Und dann war ich noch mal bei der Europameisterschaft da, auch noch mal Fußball.

00:09:43: Und auch da noch ein paar Städte dazu bekommen, sozusagen auf die persönliche Landkarte.

00:09:49: Das war cool.

00:09:50: Du hast ja schon die perfekte Überleitung geliefert.

00:09:54: Du hast ja den Traumjob von vielen, also Fußballreporter, Sportreporter.

00:10:01: Ich kenne so viele, die davon träumen.

00:10:02: Vor allem die Kinder natürlich.

00:10:04: War dir schon früh klar, dass du Sportjournalist werden willst?

00:10:07: Oder war das Zufall?

00:10:08: Nein, Zufall war das nicht.

00:10:10: Das war ein großer Traum und es war auch ein Plan, den ich dann auch ausgeheckt habe.

00:10:16: Also, ich habe als Kind wirklich jeden Samstag mit Feuchtigenhänden vor Aufregung vom Radio gesessen, als ich noch nicht ins Stadion durfte, weil das aus Sicht meiner Eltern zu gefährlich war.

00:10:28: und habe darauf gewartet, dass die Bundesligakonferenz bei der A-Zwei losgeht und die Bundesligersendung um Halziraks.

00:10:35: Und das möchte ich auch mal machen.

00:10:38: Das war ja eine Zeit, das war in den Siebzigern, wo es natürlich keinen Leistungsfall gab wie heute, dass man bei Skyler und der Desson sich das alles angucken kann.

00:10:48: Wenn man es sehen wollte, wusste man im Stadion.

00:10:50: In der Sportschau hinterher gab es drei Spiele, vorm Sieben, die am Samstag ausgetragen wurden.

00:10:55: Also man wusste auch vorher gar nicht, ist das Spiel des eigenen Vereins mit dabei.

00:11:00: Also man wusste, um es zu sehen, ins Stadion.

00:11:02: Und wenn man nicht ins Stadion ging, wusste man überall, wenn man dabei sein wollte.

00:11:06: Und das war extremierend für mich.

00:11:08: Das habe ich immer gesagt, das möchte ich auch mal machen.

00:11:11: Und ich bin dann nach dem Abitur Clinton putzen gegangen.

00:11:14: Ich habe die so lange genervt, auch beim NDR.

00:11:18: gesagt, so, was muss ich tun?

00:11:21: Ich möchte das mal ausprobieren.

00:11:23: Ich will versuchen und habe dann die Chance bekommen, einen Beitrag zur Bode zu machen.

00:11:28: Und daraus ist eine jetzt, ja, über vierzigjährige Partnerschaft geworden zwischen mir und dem NDR.

00:11:36: Toll.

00:11:36: Was war deine erste Reportage?

00:11:39: Achter Januar, bin da zweiundachtzig.

00:11:42: Drittel Liga hieß damals Oberliga SC Concordia Hamburg gegen Lüneburger SK.

00:11:47: Und hat da alles geklappt?

00:11:48: oder ist irgendwas schiefgegangen?

00:11:50: Nein,

00:11:50: das war skurril, weil der damalige Chef da in der Sportreaktion vom damaligen Hamburger Lokalsender, also heute heißt es, es ist neunzig, drei.

00:12:00: Damals hieß es NDR Hamburg Welle.

00:12:03: wo im Regionalsport auch gemacht wurde.

00:12:05: Sonntagabendsendung gab es dort, wo die Beiträge von Volleyball, Handball, Fußball und so ließen.

00:12:10: Der hatte mich hingeschrieben und gesagt, ja, guckt dir das mal an und dann machst du ein Studio, dann machst du mal was zur Probe, schreib's das mal, nimmst das mal auf.

00:12:17: Und ja, ich war da, ich hab mich noch mal eine Karte gekauft, also keine Studentenkarte.

00:12:23: Es war Schweinekalt, ich weiß noch mal die ersten Worte im Beitrag waren.

00:12:27: Bei Bittrack Held und auf Schneegel-Bedeckenboden treten sich der Essykonkordia oder Nülleburger SK, eins zu eins oder so ähnlich.

00:12:34: Ich habe wirklich gefroren und mit Moomboot-Stahl gestanden im Schneegs.

00:12:39: Und ja, bin dann mit der U-Bahn erst mit Bus nach Hansbick und dann mit der U-Bahn in den NDR an Roten Baum gefahren und habe in der U-Bahn sozusagen in so einem kleinen Diner-Fünf-Heft mein Text geschrieben.

00:12:54: Und den habe ich dann aufnehmen dürfen mit einem erfahrenen Kollegen.

00:12:58: Und als ich dann ging, sagte der Chef, der, dass ich da auch angehört hatte, ja ja, und den schönen Abend nach die Sendung hören.

00:13:04: Und ja, da hörte ich die Sendung und plötzlich war ich völlig überrascht, dass mein Beitrag lief.

00:13:08: Und dann, da war irgendwas ausgefallen und haben sie gesagt, okay, dann senden wir den, der eigentlich nur zur Probe gedacht war.

00:13:14: Und das war mein Antrieb.

00:13:17: Super.

00:13:19: So, das war ja Fußball, aber du warst ja nicht nur im Fußball unterwegs, sondern auch noch in anderen Sportdaten.

00:13:25: Was kam dazu?

00:13:26: und wie kam es dazu?

00:13:29: Also, neben dem Fußball waren Schwimmen und Eischnellhaufen so meine beiden Sportarten, die ich in der ARD viele, viele Jahre als Kommentator begleitet habe.

00:13:39: beim Schwimmen war es auch wirklich kurios, weil es waren zwei Jahre später, glaube ich, nach dem, nach dem gerade geschilderten ersten Fußballbeitrag, dass mir der, mein Chef sagte, ich habe den beistudiert, habe mir also sozusagen mit diesem Beitrag mein Studium finanziert.

00:13:57: und irgendwann sagte er zu mir, bleib du faule Sau, deine Fußballbeiträge hören sich immer gleich an, du musst mal wieder arbeiten lernen.

00:14:05: Ich habe natürlich auch gedacht, schnell, schnell, zack, zack, zack, zack, und ich hatte ja nicht so viel Zeit.

00:14:09: Ja, gehen wir zu den Hamburger Schwimmmeisterschaften.

00:14:11: Und ich habe gedacht, was für eine scheisse Entschuldigung für den Ausdruck.

00:14:15: Aber was soll ich denn da?

00:14:16: Da bin ich dahin.

00:14:17: Die Alsterschwimmhalle in Hamburg, also für die, die uns außerhalb Hamburgs hören, das ist so die größte Schwimmhalle damals sehr.

00:14:23: Sehr schick, heute jetzt gerade groß renoviert.

00:14:27: Die einzige Wettkampftaugliche große Schwimmhalle.

00:14:29: Und ja, ich bin dahin, habe mich mit dem Hamburger Trainer da angesprochen und gesagt, den Landestrainer, ja, hier im Beitrag machen.

00:14:37: Und was ist denn so?

00:14:38: Und er sagte sehr so, ja, ich merke so richtig Interesse.

00:14:42: Haben Sie nicht, ne?

00:14:43: Also, seien Sie ganz ehrlich, also, es gibt zwei Möglichkeiten.

00:14:46: Ich sage Ihnen jetzt einfach mal, was Sie für Ihren Beitrag brauchen, da schnell ein kurzes Interview, worauf es darauf ankommt.

00:14:52: Und, ja, oder Sie haben hier wirklich Interesse, denn hier passiert was.

00:14:57: Gucken Sie mal da drüben, der da mit der roten Badekappe, der wird nächstes Jahr bei der olympischen Spiele dabei sein.

00:15:02: Der ist S-Achzen, aber der wird dabei sein.

00:15:04: Und die da drüben, mit der schwarzen Badekappe, die auch, der Hamburger Schwimm, Olympia gab es ja eigentlich nie.

00:15:10: Dann habe ich gesagt, nee, finde ich schön spannend.

00:15:12: Dann kommen wir wieder zum Training.

00:15:14: Dann kommen wir zum Training und reden, wenn man ganz in Ruhe.

00:15:17: Dann hat er meine Neugier geweckt, ich habe einen Beitrag gemacht und dann habe ich mich da richtig eingearbeitet und mit seiner Hilfe auch eine fachlichen Defizite aufgearbeitet.

00:15:28: Dann war ich erst Radioreporter für die ARD.

00:15:31: Und dann, ab November, ich habe gesagt, ein Fernsehen kommentiert.

00:15:35: Das habe ich aufgehört.

00:15:38: Und ich habe die ganze Zeit Franziska von Einzig begleitet.

00:15:44: und olympische Spiele, Weltmeisterschaften, Europameisterschaften.

00:15:48: Das war ganz spannend.

00:15:50: Und wenn du so live berichtest, worauf achtest du in den Minuten vor dem Sendestart?

00:15:55: Was ist es, was können die Hörer nicht sehen?

00:15:58: Ja, ich glaube diese Konzentrationsphase und vor allen Dingen ganz viel aufzunehmen, zu sehen, zu gucken.

00:16:05: Trainer zu beobachten, Athleten zu beobachten, Bewegungsabläufe beim Fußball beispielsweise, wenn die sich warm machen, wer trifft gerade besonders gut, wer schießt jeden Ball vorbei, ist da eine Unsicherheit zu spüren und diese Dinge einfüllen zu lassen.

00:16:21: Also das, was ich persönlich spüre, dann im Radio den Menschen auch zu vermitteln oder eben im Fernsehen dann mit Blick auf Analyse da dann besonderen Blick drauf zu haben und das mehr zu liefern, was jetzt nicht nur das reine Ergebnis ist.

00:16:39: Und was war einer der schönsten Momente?

00:16:41: Wo dachtest du, das vergesse ich nie?

00:16:44: Da gab es bestimmt mehrere, aber...

00:16:48: Natürlich, mein erstes Länderspiel für die ARD in Dublin, Ninze und neunundachtzig.

00:16:53: Aber was ich nie vergessen werde, ist dieses grandiose... Sieben zu eins der deutschen Fußball-Nationalmannschaft im Halbfinale der WM in Brasilien.

00:17:03: Damals, im Jahr zwei Jahrzehnte gegen Brasilien, gegen die Gastgeber.

00:17:07: Ich habe noch nie ein so fantastisches Fußballspiel gesehen, wie das.

00:17:13: Ja, also da dabei sein zu dürfen und ich weiß noch, ich bin, das stammt zur Pause, fünf zu null.

00:17:18: Also wir haben ja gedacht, die Brasilianer sind eigentlich der stärkere, den stärkere Team und die Deutsche Mannschaft würde ausscheiden.

00:17:23: Das war so meine Erwartungshaltung.

00:17:25: Aber dieser rauschaffte Fußball.

00:17:27: dann in dieser ersten Halbzeit und in der Pause habe ich mich aufs Klo durchgekämpft.

00:17:34: Es war warm da in Beelow Horizonte und ich habe viel Wasser getrunken und ich habe noch nie in meinem Leben so viele Menschen auf der Toilette, dann Männer, weinen gesehen.

00:17:47: Also um mich herum Geld gekleidete in Trikots, junge, alte und schluchzend und wirklich am Boden zerstört.

00:17:57: Und ich habe nicht kaum getraut da zwischen denen.

00:18:00: mich aufzuhalten und meine Notruf zu verrichten und wieder zurückwerfen.

00:18:05: Das hat mich total berührt.

00:18:06: Also es war wirklich, diese Menschen waren am Boden zerstört.

00:18:09: Es hat sie so mitgenommen, was da mit ihrer Mannschaft passiert ist.

00:18:13: Ja, da kriege ich richtig Gänsehaut, da erinnere ich mich noch dran.

00:18:17: Ich habe ja gesagt, ich bin mit Sport groß geworden, aber so richtig, was Fußball bedeutet, habe ich tatsächlich erst mit meinem Sohn gelernt, dass das so emotional aufgeladen ist.

00:18:29: Das finde ich irre, ganz spannend.

00:18:33: Du warst ja bei großen Events auch in Frankreich, unter anderem rund um Paris.

00:18:38: Kannst du mal beschreiben, wie ist die Stimmung in Frankreich bei solchen Anlässen?

00:18:42: Ist das anders als in Deutschland?

00:18:45: Ja, ich glaube schon.

00:18:47: Also beim Fußball unterscheiden ist es nicht so sehr.

00:18:50: Da gibt es auch Fanatismus und Begeisterung.

00:18:58: Und wenn man als, ich sag mal, deutscher Reporter mit der Metro aus der City raus nach Saint-Denis in Paris fährt.

00:19:07: um dort in Stade France ein Länderspiel zu übertragen, dann wird man nicht von allen freundlich angeguckt.

00:19:13: Das ist so.

00:19:14: Das muss einem auch bewusst sein.

00:19:16: Das ist aber wahrscheinlich anders, vom auch nicht anders in Deutschland.

00:19:18: Gibt es Menschen, die sind total gespannt und föhlich und sind geschminkt und freuen sich drauf, aber es gibt auch die, die, ja, für die das so wichtig ist, dass sie manchmal vielleicht auch Grenzen überschreiten.

00:19:30: Das ist so.

00:19:31: Aber jenseits des Fußballs habe ich sehr, sehr viel Fachkenntnis und mit Geisterung auch für andere Sportarten in Frankreich erleben.

00:19:44: Also beispielsweise beim Schwimmins.

00:19:47: Ein extrem fachkundiges Publikum.

00:19:50: Ich war mal, weil ich zufällig damals in, lass mich überlegen, genau in Toulouse gewesen bin, bei einem Fecht Weltkampf.

00:20:02: Über den Kollegen, der da von uns war, habe ich eine Tarte bekommen und habe mir das mal angeschaut.

00:20:07: Auch da, die Halle voll, wirklich extrem fachkundig, extrem fair, auch so.

00:20:15: Das habe ich für mich als sehr positive Erinnerung.

00:20:19: Und das war auch so ein regnendes Element dieser Olympischen Spiele in Paris.

00:20:24: Warum, glaube ich, jeder Mensch, der dabei gewesen ist, die als so... großartig empfunden hat, so herzlich, so schön nach den zugegebenermaßen und vorher natürlich von Corona geprägten Spielen, die alles andere als schön waren.

00:20:38: Und das war toll, weil alle Sportarten dazu ausverkauft waren und weil überall wirklich eine richtig, wirklich gute Stimmung herstehen.

00:20:47: Ja, ich hatte was, einen kurzen Beitrag gehört.

00:20:51: Ich glaube, der lief im NDR.

00:20:52: Da schilderst du diese Eröffnungsfeier, wo du mit deinem Kollegen unter so einer Plane stehst, bei Strömen im Regen vier Stunden lang.

00:21:00: Aber sonst, glaube ich auch, das war eine ganz tolle Zeit.

00:21:03: Die hast du gerade sehr schön beschrieben.

00:21:06: Hast du eine Szene im Kopf, die das außerhalb dieser Eröffnungsfeier, die das besonders gut beschreibt?

00:21:13: Ja, also wenn ich es dann denke, klar, ich habe dann auch wieder dort schon kommentiert, war da draußen La Défense, also das ist dieses große Geschäftsverdrück mit den riesen Hochhäusern, so im Nordwesten der Stadt.

00:21:29: Und dort war diese wunderbare, riesengroße Arena, La Défense Arena, gehen fünfzehntausend Menschen rein.

00:21:35: Und die hatten sie, die das Schwimmbecken gebaut.

00:21:38: Und da gab es Leon Marchand, einen Schwimmartigen, glaube ich, vorher nur wenige Kanten, nur exterten Kanten.

00:21:44: Und Leon Marchand hatte am Jahr vorher schon wirklich gut Ergebnis als ganz, ganz junger Kerl erzielt und der explodierte förmlich und holte viermal Gold und hatte also wirklich diesen... Ein heilender Schwimmbann ausgelöst.

00:21:57: und in der U-Bahn überall waren Menschen, die hatten sich Leon auf die Wangen geschrieben und auch nicht nur in der Schwimmballe, auch sonst im Stadtbild.

00:22:07: Also Leon Marchand war der Held irgendwo und wie die Franzosen ihn geliebt, gefeiert und ja wirklich eben an diesen Wettkämpfen dran hingen, das da toll zu sehen.

00:22:21: Ist das ein Unterschied zwischen deutscher und französischer Sportbegeisterung?

00:22:25: Ich glaube, dass das nationale Element bei so olympischen Spielen in Frankreich doch noch eine größere Rolle spielt.

00:22:33: Ich glaube, wenn ich mit olympischen Spielen in Deutschland vorstelle, in den letzten Wochen noch zu jung, da habe ich das nicht so mitbekommen.

00:22:41: Aber ich kann mir nicht vorstellen, ich bleibe jetzt mal beim Beispiel schwimmen, dass vor dreißig Jahren Menschen mit Franzi auf der Wange irgendwie in der U-Bahn gefahren werden oder so.

00:22:51: Also, es ist schwer für mich vorstellbar.

00:22:54: Es ist dann immer, das ist unser Held.

00:22:56: Klar, bei Jan Ulrich war es damals auch so, die Ulrich-Begeisterung oder die Michael Schumacher-Begeisterung in Deutschland, wo Leute auch mit Schumiatten oder so in der Öffentlichkeit aufgetreten sind, stohnt.

00:23:09: Aber ich glaube, das ist doch in der Regel in Deutschland eher ... wenigen Stars festgemacht wird und dann eben an den Mannschaftssport ab.

00:23:22: Hat das für Frankreich für dich einen Klang?

00:23:25: Also ist das irgendwie im Stadion oder in der Kneipe?

00:23:27: Klingt das anders, diese Begeisterung für den Sport?

00:23:31: Ja.

00:23:33: Und dann aber irgendwo wieder weniger doll als in Deutschland.

00:23:38: Also auch da kann ich nur das sagen, was ich selbst erlebt habe.

00:23:41: Beim Fußball beispielsweise, wenn ich mir Stimmung im Bundesliga-Stadion angucke und das mit der ersten französischen Niedervergleiche, dann ist es abgesehen von Marseille, wo die Stimmung immer sensationell ist in Wiel- und Rom.

00:23:54: Es ist doch schon so, dass ich in Deutschland mehr im Stadion erlebe.

00:23:59: Beim Radspruch bei der Tour ist es natürlich ... Anders, da spürt man diese große Begeisterung.

00:24:05: Ich bin beim Red Bull in Bordoma gewesen, erste Liga und war erstaunt.

00:24:09: Das war auch toll, eine tolle, ganz terminäre, freundliche Atmosphäre, aber so dass das, was ich hier von uns so kenne, wie irgendwie beim Handball, beim Fußball, wie dort angefeuert wird, wie dort Kurios stattfinden, das habe ich in Frankreich so nicht erleblich.

00:24:25: Ich habe eher das Gefühl, Da geht man hinter, wenn man sich unterhalten lassen, da ist man vorher nett, da trinkt man in der Pause ein Bier oder auch ein Glas Wein und hinterher bündet man noch ein bisschen drüber und verschwindet dann wieder oder geht dann dann essen jener Themen, zu welcher Uhrzeit er stattfindet und aber so dieses wirkliche, die Mannschaft nach vorne einschilden.

00:24:47: Das habe ich in Frankreich weniger erlebt als in Deutschland.

00:24:50: Und hast du einen französischen Lieblingssportler oder ein Team?

00:24:54: Nee.

00:24:55: habe ich nicht.

00:24:55: Das hängt aber auch damit zusammen, dass ich glaube, das hängt mit meinem Beruf zusammen, dass man doch irgendwo aufgrund der logischen Distanz, die man haben muss, um da fair berichten zu können, dass man sich irgendwo so dieses Anything sein abgewöhnt.

00:25:11: Also ich kriege immer Stress mit meinen Kindern.

00:25:14: Also hab drei, mein Sohn war mal wie ein HSV-Fängter, hat dann irgendwann damit gebrochen, weil diese ganzen Ich sag mal, Enttäuschung nicht mehr ertragen konnte.

00:25:24: Der tritt sich überhaupt nicht mehr dafür.

00:25:26: Ganz spannend.

00:25:27: Meine beiden Töchter, vor allem die große, ist Lühende HSV, wenn die ist auch in der vergangenen Saison zu Ausratsfahrten gefahren, mit dem kompletten Fanblog immer, war auf dem Rathausmarkt, als der Aufstieg feststand mit ihrer kleinen Schwester dann auch zusammen.

00:25:42: Und wenn ich dann sage, ja Gott, heute ist der wie in mir, ist auch egal, ob sie jetzt St.

00:25:46: Pauli oder der HSV gewinnt, ich hab da für beide was übrig, dann ... Ich bin mit Verachtung gestraßt.

00:25:53: Das geht überhaupt nicht.

00:25:54: Und dass man sich davon so entfernt hat, weil das natürlich als Jugendlicher auch Lübner-Fan gewesen ist.

00:26:01: Wir kennen uns ja beide über einen gemeinsamen Weinhändler in Hamburg, über Thorsten Tesch von guter Wein.

00:26:07: Und wir haben noch mal ein bisschen länger gesprochen jetzt bei der Tabel Doth bei unserer ersten Gästetafel in Hamburg im Pladejour.

00:26:15: Was war zuerst da, Frankreich oder der Wein?

00:26:18: Mir erst Frankreich, weil als ich das die erste Mal in Frankreich war, habe ich noch gar keinen Wein getrunken.

00:26:23: Das ist es später gekommen.

00:26:24: Also in meinen zwanzigern war ich.

00:26:27: Als Fußballspieler, ich war Bierträger und ich bin dann durch einen Freund zum Wein gekommen, aber eher zum italienischen Wein und habe auch meine ersten Reisen mit Blick auf Wein nach Italien gemacht, die Toscana beispielsweise.

00:26:40: Das war so das erste, wo ich so einen Bezug bekam und die Kombination Wein und Essen und was für unterschiedliche Weine es gibt und welche Dimensionen sich da ist.

00:26:50: Und irgendwann später ist dann auch Frankreich dazugekommen, auch durch Thorsten T. Stichrom bei ihm.

00:26:56: ist ja auch einer der wenigen Locationen, wo man wirklich auch manchmal Weinproben machen kann mit großartigen Themen.

00:27:03: Also vergangenen Jahr, ich weiß nicht, ich mach die einfach mal, weil ich das wirklich cool finde, haben wir eine Weinprobe gemacht, Bordeaux.

00:27:13: Also im vergangenen Jahr, zwanzig Jahre alte Bordeaux, gegen einander zwölf, verschiedene gegen einander verkostet, aus einem großartigen Jahrgang.

00:27:21: Und das war ein unfassbares Vergnügen.

00:27:23: Und wo kriegt man das?

00:27:25: Also, wo kannst du irgendwie mal sagen, ich will mal zehn oder zwölf verschiedene, zwanzig Jahre alte Bordeaux probieren.

00:27:31: Klar, kann man die ersteigern oder bei Spezialhändlern erwerben.

00:27:35: Also, an einem Abend, auch an einem großen Tisch, dann mit zwölf und elf anderen, also zu zwölf sind wir da in der Regel, das war schon toll.

00:27:43: Und darüber habe ich so mein Horizont erweitert und ja, wirklich dann großes Interesse.

00:27:50: auch für Französische Wein in erster Linie von Bordeaux ein bisschen berühmt so entwickelt und dann auch angefangen, ja ein bisschen zu sammeln, also sprich Substitutionen zu machen, war, weiß ich nicht, fünfzehn Jahren damit angefangen, um dann die Weine sozusagen zu kaufen, bevor sie auch im Markt sind.

00:28:09: sozusagen nach fast oben die Kritiker bewertet haben, blind zu kaufen, um sie dann drei Jahre später oder zweier später Ausgebungst dazu bekommen.

00:28:17: Und sich jetzt zu freuen, dass man im Keller dann doch ein paar schöne gereifte Weine liegen hat.

00:28:23: Absolut nachvollziehbar, finde ich.

00:28:25: Also du hast ja gerade schon gesagt, deine französische Favoritenregion für Wein ist Bordeaux.

00:28:31: Warum?

00:28:32: Ja, also ich mag die... Bordeaux-Ques einfach am liebsten.

00:28:40: Sie sagen ja zu, weil sie in der Regel auch elegant sind.

00:28:45: Trink auch gerne mal ein Wein von der Rohn.

00:28:48: Oftmals, gerade wenn da Syrah mit drin ist, dann ist es mir oft zu wuchtig, zu marmeladig.

00:28:53: Das ist nicht so mein Stil.

00:28:55: Also schmeckt mir einfach nicht so gut, obwohl das tolle Weine sind.

00:28:58: Schapfelnöftchen, Papp oder so.

00:29:00: Großartige Geschichten, die es da liebt.

00:29:02: Aber wenn ich wählen dürfte, würde ich eher einen guten Mordeaux als guten Schapfelnöftchen trinken.

00:29:07: Schmet mir besser.

00:29:09: Und beim Burgund, ja, ich trinke gerne Pinot Noir, mag ich wirklich gerne.

00:29:14: Aber ... die Preisvorstellungen im Burgund, die sprengen einfach meine Möglichkeiten so exorbitant, dass ich, wenn ich Pinot Noir trinke, auf andere Regionen ausweiche.

00:29:27: Also Deutsche spielt Burgund da oder?

00:29:29: ich habe jetzt gerade kürzlich, war gerade jetzt im Südtirol und habe großartige Südtiroler Pinot Noirs getrunken.

00:29:37: Wirklich toll, wirklich ganz, ganz tolle Weine.

00:29:40: Sie mögen im allerletzten Wännchen, da nicht die Qualität der Bugundischen haben, aber sie kosten einfach nur im Bruchteil und man hat großes Vermögen.

00:29:51: Aber wir haben jetzt nicht nur über Rotwein gesprochen, weil Weiswein geht es dann wieder anders aus.

00:29:56: Also ich glaube das Schlimmste, was es für mich gibt, ist ein toller Riesling, ein sehr guter Deutschland-Riesling oder ein Sancerre Van der Loire.

00:30:04: Also ich muss sagen, die Sauvignon Blancs von der Loire finde ich fantastisch und ich finde, sie passen so wahnsinnig gut zu so vielen.

00:30:12: Gerichten, egal ob es Fische ist, ob es auch weißes Fleisch ist, Gemüse.

00:30:19: Und ich muss sagen, Souvignon Blanc von der L'Organse, auch sehr oder so, wie viel Mehl, das ist schon wirklich fantastisch.

00:30:28: Oder natürlich aber auch ein Chablis.

00:30:31: Also Chardonnay dort, also nicht auch durch ein Europa-Hookal-Spiel damals in Oxford.

00:30:41: dazu gekommen, das mal zu probieren und dachte, das ist ja noch was ganz anderes als ich so als Charonelokante.

00:30:49: Toll, das Schablis ist auch wirklich großartig, finde

00:30:52: ich.

00:30:53: Ich bin zum Polyphymäge gekommen, als ich damals in Burgund wohnte über meinen Hund, weil der Hund hat einen Rebstock angeknabbert.

00:31:01: Das war mir so unglaublich peinlich.

00:31:03: Und die Winzerin, da bin ich hingegangen, hat mich entschuldigt, weil die da gerade am Rebenschneiden waren und das endet dann in der Weinkeller, war ganz toll.

00:31:12: Die habe ich dann eingeladen, das war wirklich ganz, ganz schöne Erfahrung.

00:31:15: So, du warst ja jetzt auch mit Tour Exquisit auf Reisen natürlich in einer Weinregion, und zwar warst du in twenty-fünfundzwanzig mit uns in Bordeaux.

00:31:25: Warum Bordeaux?

00:31:26: Das war nicht das erste Mal, dass du in Bordeaux warst, ne?

00:31:29: Ja, das war das erste Mal, dass ich richtig da war.

00:31:31: Das war das erste Mal, dass ich da war, mit dem Ziel, kulinarisch untermix zu sein.

00:31:38: Davor war ich eigentlich nur... bei Sportveranstaltungen dort.

00:31:41: Also ich kannte die ganze Akitän überhaupt nicht.

00:31:43: Es war Neuland für mich.

00:31:45: Ich wollte da immer mal hin.

00:31:46: Andere, die schon im jungen Alter da surfen, in Atachau oder so gewesen sind, das hatte ich irgendwie nie gemacht, war nicht auf meiner Agenda.

00:31:54: Und von da, ich kannte nur die Stadt von Fußball-Länder spielen und also habe ich gedacht, ich möchte jetzt endlich mal die Region sehen und die Weinberge sind ja eigentlich gar keine Weinberge, die Weinflächen sehen.

00:32:09: auf dem sozusagen das wächst, was ich im Keller habe, was ich gerne trinke.

00:32:14: Und ja, das war sozusagen der Anlass dort mal hin mit meiner Partnerin zusammen und sich das mal näher anzuschauen.

00:32:22: Und was hatte ich an der Stadt überrascht?

00:32:24: Ich fand sie toll.

00:32:25: Also ich hatte vorher einiges gelesen.

00:32:27: Ich war ja, ja, ich war ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja.

00:32:33: Zwarzig Jahre war das her.

00:32:35: Die Stadt hatte sich so kolossal verändert.

00:32:37: Ich habe sie als wenig attraktiv in Erinnerung damals, insbesondere an der Gironde, also am Flussunfall.

00:32:44: Damals, also wie das ist, du fährst dort hin und bist eigentlich nur eine Nacht dann dort, kommst an, hast einen Abend frei, gehst dann aber doch in Stadion zur Pressekonferenz, sondern gehst irgendwas essen und ist ein Terrasse zu spielen.

00:32:56: Also nicht viele Möglichkeiten, diese Stadt wirklich kennenzulernen.

00:32:59: Aber so, ja, ich bin damals dann einmal durch die Innenstadt gebummelt und fand das so ganz schön mit den alten Häusern, aber doch sehr schmuddelig.

00:33:07: Und also nicht so, dass ich das Gefühl hatte, ich muss nochmal wieder nach Bordeaux.

00:33:10: Und das hat sich total geändert.

00:33:11: Also die Stadt ist ja komplett umgehermpelt.

00:33:14: Das hat mich so an Barcelona erinnert.

00:33:17: Das alte Barcelona, was auch ja eigentlich eine fürchterliche Hafenstütze war, was ich komplett vom Meer abgewandt hatte.

00:33:23: Und dann mit den olympischen Spielen.

00:33:26: komplett umgebaut wurde und die, ich sage mal, die Nähe zum Meer für sich entdeckt hat und sich geöffnet hat und dort eine ganz, ganz andere Qualität als Destinationen auch entwickelt hat dadurch.

00:33:37: Und diese Erinnerung hatte ich dann, als ich in Bordeaux war, dachte ich, das ist ja großartig.

00:33:41: Also, was die alles gemacht haben von der Schierung, da links zu Flanier, wir haben uns dann auch Räder geliehen und sind da die ganze, ja, also wirklich kilometerweit gefahren.

00:33:54: Und auch in der Innenstadt mit wunderschönen Bistros.

00:33:57: Wir haben eine großartige Zeit gehabt und auch dieses fantastische Weinmuseum, was es dort jetzt auch gibt.

00:34:06: Es waren vier großartige Tage in Bordeaux und das waren bestimmt nicht die letzten, weil wir gesagt haben, es hat uns so gut gefallen und wir haben so viel noch nicht gesehen.

00:34:14: Also wir müssen noch ein wenig wieder hin.

00:34:16: Genau, ihr wart danach ja im Midok?

00:34:20: Genau.

00:34:21: Und war da bei, ich meine bei Pichon Long Wiel.

00:34:24: Genau, Pichon Long Wiel waren wir bei Gryola Rose, also zwei Dösienkühlweingüter, also zwei wirklich hervorragende, tolle Weingüter, die mal kennenzulernen, wirklich toll war, weil das dann auch zu zweit sehr individuell war, sozusagen mit einem.

00:34:41: Geit jeweils bei beiden Gütern einer jungen Frau, die Extremen zugewandt war, auch sehr gut Englisch sprach, sodass uns das auch erleichtert hat, die Fragen zu stellen, weil auf Französisch hätte ich es nicht gekonnt.

00:34:53: Also dieses Fachvokabular habe ich überhaupt nicht.

00:34:57: Und das war fantastisch.

00:34:58: Dann waren wir noch bei Schasflin, das ist ein Weingut, also ein Trübo-Jouard, der jetzt kein Weltniveau hat, aber den ich schon seit über dreißig Jahren trinke, mit dem ich so angefangen habe in Bordeaux und dann eine ganz große, lange Beziehung zu haben, weil es ein Weingut war, was der Freund, der mich dazu gebracht hat, irgendwie schon sehr lange kannte und ich hab weiß ich nicht über.

00:35:20: Fünfzehn, zwanzig Jahrgänge von Chasplin getrunken im Keller gehabt und so.

00:35:25: Und wollte einfach mal sehen, wo die Weine wachsen.

00:35:28: Das war auch wirklich wunderbar.

00:35:30: Und dann haben wir auf eigenes Haus, weil das alles so nett war, noch ein bisschen was gemacht und haben sozusagen diese Tour genutzt.

00:35:35: Wir waren auch bei Louis Vuitton, haben da mal reingeschaut und so.

00:35:39: Und es war, war, war großer.

00:35:42: Schön.

00:35:43: Nimm uns doch mal mit für die Hörer, die doch keine so große Erfahrung haben mit Weinproben.

00:35:48: Wie läuft das ab?

00:35:50: Erzähl doch mal von einer Probe so ein bisschen, worauf hast du geachtet, was war überraschend?

00:35:55: Ja, also das Schwanz war für mich gar nicht unbedingt die Weinproben, weil die mit einer Ausnahme, erzähle ich gleich, in der Regel ja doch die aktuellen Jahrgänge dann auch zur Verkostung angeboten haben.

00:36:08: und wer sich so ein bisschen mit Bordeaux ausgenweist.

00:36:11: Da muss man schon sehr große Experte sein, um dann das Potenzial zu schmecken.

00:36:16: für Menschen, auch wie mich, die Wein gerne genießen, sind die dann einfach noch zu jung, zu grün, zu taninhaltig und machen noch nicht das Vergnügen.

00:36:25: Und deswegen hat mich viel mehr interessiert, die Wein.

00:36:29: Also ich sag mal, die Hebstöcke zu sehen, wo wächst der Wein, ein bisschen was zu erfahren, wodurch unterscheidet sich das Weinmachung dieses Weinguts von anderen.

00:36:38: Also wir gehen die damit oben im Keller gewesen zu sein.

00:36:41: Auch teilweise im Raritätenkeller fand ich fantastisch, wenn man guckt und dort die Weine liegt, diese von eighteenhundertzweiundfünfzig, neben dem von achtzehnneunvierzig und so.

00:36:51: Und also das hat eine unfassbare Aura.

00:36:55: Und ja, bei Grüo La Rose, beispielsweise, da haben sie es eben so gemacht.

00:36:59: Im Gegensatz zu Pichon L'Enville, also da gab es die drei aktuellen Jahrgänge, es war dann der Zwei-Tausen-Ninzehner, das war schon okay.

00:37:07: Aber es war noch nicht das Vergnügen, weil Krio lag groß, beispielsweise, wurde dann auch uns vergleichen zu können nach dem Motto, wo geht die Reise hin?

00:37:16: Wir haben den in den Jahr- und Zwölfer getrunken und den dann noch im Pairing mit einer dunklen Schokolade.

00:37:21: Und es war toll.

00:37:22: Und ich habe gedacht, oh, in den Jahr- und Zwölf.

00:37:25: Einer der schwächeren Jahrgänge der letzten zwanzig Jahre.

00:37:29: Was ist das denn?

00:37:29: Und denkst du, oh, nee, der ist ja.

00:37:31: Das ist ja toll, das ist ja jetzt genau richtig.

00:37:33: und wir haben dann auch gleich eine Kiste geordert, als wir wieder in Hamburg waren und hatten jetzt Weihnachten zur ganzen, wunderbaren, zwei Zöger, grüner Rose und waren toller Begleiter.

00:37:46: Und dann wart ihr noch im Soutern und ich glaube, ihr hattet auch drei verschiedene Unterkünfte, ne?

00:37:50: Kannst du noch ein bisschen was zu den Unterkünften erzählen?

00:37:53: Ja, wir waren also zunächst in Bordeaux und da ... Flieger hin und hatten dann ein Landhaus auf der anderen Seite der Gironde, also auf der Ostseite.

00:38:09: Und da habe ich erst gedacht, die Gegend, das war ja ein bisschen gewöhnungsgedürftig.

00:38:15: Aber als das Tor dann aufging, Er öffnete sich.

00:38:20: ein fantastischer, wunderschöner Skangarten und so ein Landhaus aus dem, ich glaube, achtzehn Jahrhundert oder für den neunzehnten, jedenfalls mit ganz viel Liebe hergerichtet und mit einem sehr, sehr schönen, großen, hellen Zimmer.

00:38:34: Das war toll und von dort konnte man ja noch wunderbar mit der Straßenbahn in die City rüberfahren, war gar nicht so weit und auch ganz, ganz charmante Gastgeber.

00:38:43: mit Tipps für Restaurants und so.

00:38:46: Das war ganz prima.

00:38:47: Und dann waren wir, wie gesagt, im Midok.

00:38:49: Also nördlich von Bordeaux, Midok, für die, die nicht so ganz da drin sind, ist sozusagen das Lilke-Ufer, wo er die Cabaneses-Vignon-Weine sind, so im Gegensatz zu Saint-Mignon, wo er Melodien, die prägenderebe ist.

00:39:05: Dort haben wir auch auf einem Chateau gewohnt.

00:39:07: Und dann, das hat mich am meisten überrascht, weil ich früher so Stern bis war, und er war so gar nicht meins vorher.

00:39:13: Ich kannte mich auch nicht mit aus und ich wollte eigentlich auch gar nicht hin.

00:39:17: Und dann muss ich sagen, hast du mich ja mehr oder weniger genötigt und gesagt, das müsst ihr machen.

00:39:21: Und wir waren echt froh, echt froh, weil das war von der Unterkunft auch wirklich das Highlight, ein wunderbares... Landgut so förmig gebaut mit einem großen Kaminzimmer, wo abends dann das Feuer brannte und einen großen Tisch, an dem man mitsitzt, konnte.

00:39:41: Ja, das war wirklich ein Highlight, weil das war mit so wunderbaren großen Bildbänden, die dort auslangen.

00:39:49: Also, wie man sich das aus den tollen Interior-Zeitschriften so manchmal so sieht.

00:39:55: Diese Landwirte denken, oh, so möchtest du auch mal wohnen.

00:39:57: So war es da und so durfte man wohnen.

00:39:59: Das war schön.

00:40:00: War wirklich sehr, sehr schön.

00:40:02: Ja, ich bin da gewesen auf einer Weinreise mit besagtem Weinhändler Thorsten Tesch.

00:40:08: Und daher kannte ich das.

00:40:09: Und wusste irgendwie auch, dass dieses Chateau Giro, dieses Hotel, wir haben da wirklich Weine verkostet.

00:40:16: Und auch mit Essen dazu, Süßwein zum Essen, ganz ungewöhnlich, fand ich wirklich spannend.

00:40:22: Das freut mich, dass es da euch so gut gefallen hat.

00:40:25: So, und dann seid ihr ja noch weitergefahren, wir steigen nochmal aufs Fahrrad Richtung Biarritz.

00:40:32: Wie lange mal die Tour?

00:40:35: Eine Woche.

00:40:36: Genau, also wir machen das eigentlich immer, weil wir sagen, wir können nicht nur Schlenken und Wein ertrinken, wir wollen es auch bewegen und wir haben das... ein paar Jahre so für uns entdeckt, also gesagt meine Partnerin und ich und gesagt so, wir machen eigentlich jedes Jahr in der Art und so eine Woche und das ist dann immer so zwischen, weiß ich nicht wie es so gerade passt, dreihundert und vierhundert Kilometern und in entsprechenden Etappen von fünfzig bis maximal siebzig Kilometern und so, dass man wirklich morgens früh startet und dann mittags wieder am Zielort ist, sich da ein bisschen was angucken kann.

00:41:11: Und wir haben einfach festgestellt, dass es eine so fantastische Art zu reisen ist, weil man einfach schneller vorankommt als zu Fuß und trotzdem ganz, ganz viel sieht und vor allem riecht.

00:41:21: Also wenn man mit dem Rad diese an der Atlantikküste längst fährt und man hat diesen salzigen Geruch in der Nase vom Meer, vom Ozean, der hinter den Dünen daran kracht oder auch durch die Pinienwälder, die praktisch ... hinter dem Dünn liegen dann ins Landesinnern hinein und alles riecht so viertig nach dem Harz dort.

00:41:44: Das geht ja irgendwie doch verloren, wenn man Auto fährt.

00:41:47: Außer man ist jetzt leicht Habrio, aber dann fährt man auch so schnell, dass man es gar nicht so riechen kann.

00:41:52: Und es muss einer sich immer auf die Straße konzentrieren.

00:41:54: Und beim Fahrradfahren ist es so, man radet dahin.

00:41:58: Wir gönnen uns dann über E-Bikes, damit man auch ein bisschen mehr schafft und auch nicht zur absolute Anstrengung wird, sondern man einfach dann auch so mit zum Schnitt fahren, von fünfundzwanzig Stundenkilometern fahren kann, um ein bisschen voranzukommen.

00:42:10: Und trotzdem siehst du natürlich, du siehst den Raubvogel irgendwie auf dem Zaun an der Seite.

00:42:15: Du siehst irgendwelche Regenlühner, die plötzlich aufliegen, wenn du dort durch solche Heidelandschafts radest.

00:42:23: All diese Dinge, die würde man beim Auto ja gar nicht vergisterieren.

00:42:27: Und das ist für uns eine tolle Erfahrung gewesen.

00:42:30: Und vor allem diese fantastische Küste.

00:42:32: Wir sind erst noch beim Rad ein bisschen hoch ins Middok, weil die Zeit da von, da hat uns nicht gereicht, sozusagen, die zwei Tage, die wir da vorher eingeplant hatten und haben dann noch, waren Mago noch beispielsweise.

00:42:46: Da am schönen Hotel direkt auch an einem Golfplatz gelegen und sind dann so quer übergefahren an die Küste und dann überall Kassau und dann die Küste runter bis Bieritz.

00:42:56: Und ja, das war ich.

00:42:58: Das war ganz, ganz volumotiv.

00:43:00: Ich hat uns sehr gut gefallen.

00:43:03: Das kann ich mir vorstellen.

00:43:04: Hast du einen Abschnitt im Kopf, der besonders schön war?

00:43:08: Ja, also zwei würde ich nennen, dass eine rund um Akashan und diese grandiose Bucht, also wir sind von dort gekommen, die Küste lang gefahren haben dann dort auch wunderbar Austern gegessen, wir lieben Austern und direkt sozusagen in so einer Hütte hatten das aus einem sehr, also auch eine Empfehlung aus einem wirklich fantastischen Buch, wenn man in diese Region reist kann man es nur empfehlen ist.

00:43:37: Ich nenn's jetzt mal ein Kochbuch- und Restaurantführer.

00:43:40: Schelügg heißt das.

00:43:41: Von Alexander

00:43:42: Ötger.

00:43:43: Genau, den hattest du auch in deinem Podcast ja schon zu Gast und so.

00:43:46: Also der hat uns dort sehr begleitet und dieses Buch ist einfach wunderbar fotografiert und er hatte dort auch eine Auslandszüchterin Port getiert und bei der man dort auch irgendwie essen konnte und bei der war ausgebucht, aber der Nachbar war auch wirklich dreißig Meter weiter.

00:44:02: Das war fantastisch da.

00:44:04: Also auf Stellsinn zu sitzen in dieser Bucht und Eppel.

00:44:08: Es war gerade Eppel und so und dann dann dann aus dann zu essen und wirklich schön.

00:44:12: Und dann mit der Fähre umherzusetzen, rüber nach Akerchaun direkt und dort eine Nacht zu verbringen und dann weiterzufahren.

00:44:20: Diese Dünne Pilar, diese Rini sind große Sanddühne zu erklättern am nächsten Morgen und dann weiter zu arbeiten.

00:44:27: Also das war für mich spektakulär, weil ich es vorher so nicht kannte.

00:44:30: Und dann muss ich sagen einfach nochmal so hundert Ich komme jetzt gerade nicht mehr auf den Namen der Rhein, wunderbarer kleiner Ort mit nur so ein paar Bretterboden und Surfern, Hauptsäden von Surfern geprägt.

00:44:46: Und dort hatten wir auch ein kleines sehr, sehr süßes Hotel.

00:44:50: Ja, wir waren die ältesten, es waren eigentlich nur so Surfer da, aber es war ganz, ganz charmant gemacht.

00:44:55: Und ja, weil der Ort so klein war, war dieser Strand so leer und so riesig.

00:45:01: Wir hatten ein schönes Wetter.

00:45:03: Da sieht man so diese ganze Weite des Atlantik dann da anbrannten und das war auch ein Highlight auf dem Weg danach.

00:45:11: Sehr schön.

00:45:12: Zurück vom E-Bike kommen wir wieder auf meine Ausgangsidee zur Tour de France.

00:45:18: Ja.

00:45:18: Das hat mich ja jetzt echt angefixt.

00:45:20: Ich bin ja großer Strategiefan und ich finde, das ist ein wahnsinns strategisches Rennen.

00:45:29: Was wäre für dich der perfekte Rahmen, wenn wir uns so eine Tour de France-Etappe vorstellen?

00:45:34: Also ich habe ja schon gehört, wir sind in den Pyrenäen.

00:45:37: Wir gehen vielleicht morgens auf dem Markt, wenn wir Zeit haben, bevor die Menschenmassen da auflaufen.

00:45:43: Und damit das zur Etappe und abends wahrscheinlich irgendwo gut essen.

00:45:48: Ja, das wäre genau so meine Wunschvorstellung eines perfekten Tages.

00:45:54: Also, Stichwort Markt, auf jeden Fall irgendwo, wenn es einen Markt gibt, darüber stellen dann irgendwo in einem kleinen Kaffee, ein Kaffee trinken und ein bisschen dem Treiben zuschauen und dann irgendwann... zu gucken, Zielankunft oder so was, sich anzuschauen oder an der Strecke irgendwo zu sein und vorbeirasen zu lassen und am Abend ein schönes Essen.

00:46:17: Nicht unbedingt im Sternenrestaurant.

00:46:19: Hab ich auch gerne, mag ich gerne, aber ein oder zwei Mal im Jahr reicht mir da auch.

00:46:24: Ich mag viel lieber die, ich sag mal, wenn man mit einem Gitmischener unterwegs ist, die nacken.

00:46:31: Die Bitcomon.

00:46:33: Genau, also die Bitcomon ist immer eine Empfehlung und da gucken wir immer nach, also sprich ursprüngliche Küche, regionale Küche zu bezahlbaren Preisen, aber auf einem guten Niveau, das finde ich fantastisch, wo man dann auch die Region schmeckt, also wo ich da nicht jetzt irgendwelchen... in Südfrankreich britannischen Hummer auf irgendwelchen japanischen Alten bekommen, sondern wo ich das bekomme, was sozusagen in der Region auch gegessen wird.

00:47:01: Das finde ich fantastisch.

00:47:02: Nur leider werden wir das theoretisch durchdenken können, aber im Rahmen einer Tour de France-Tappe werden wir wieder eine... Schönen Platz und so einen Rund lokal finden.

00:47:14: Noch werden wir irgendwo da viel davon sehen, weil dann einfach diese Orte so überlaufen sind.

00:47:19: Ich glaube, das macht Sinn, die Chorinäen dann entweder vor der Etappe, die dort durchfährt oder danach sicherlich schauen.

00:47:27: Ja, das schauen wir mal.

00:47:28: Also ich weiß, die Etappenplan wird ja immer im Herbst veröffentlicht.

00:47:33: Wir gucken dann mal drauf, dann rufe ich an und dann überlegen wir mal.

00:47:37: Ja, das klingt doch gut.

00:47:38: Prima.

00:47:39: Alexander, ich danke dir für das tolle Gespräch.

00:47:41: Schön, dass du da warst.

00:47:43: Gerne, fast gemacht.

00:47:44: Abiento.

00:47:46: Abiento.

00:47:47: Gerne, bin da an einem großen Tisch.

00:47:50: Das war Atable, der Frankreich-Podcast von Tuexquisit.

00:47:54: Danke, dass Sie heute mit uns unterwegs waren zwischen Stadion, Licht und Atlantikwind, zwischen Bordeaux im Glas und dem Rhythmus einer Radetappe.

00:48:02: Und danke an meinen Gast Alexander Bleig für diese ruhige,

00:48:05: kluge

00:48:06: Art zu erzählen, für die Bilder, die bleiben, Britanie gegen Wind, die Weite der Küste, ein Abend am Kamin im Sautern und die Vorstellung, irgendwann gemeinsam an einer Tour de France-Etappe zu stehen.

00:48:19: Wenn Ihnen die Folge gefallen hat, abonnieren Sie Ertable und teilen Sie sie gern mit Menschen, die Frankreich ebenso lieben, wie wir.

00:48:27: Mehr Inspiration und Handverlesenreisen finden Sie bei Turexquisite.

00:48:32: Wenn Sie Lust bekommen haben, Frankreich auf Ihre persönliche Weise zu erleben, wir gestalten diese Reise sehr gern gemeinsam mit Ihnen.

00:48:40: Abientom und bis zur nächsten Folge.

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